Startup will Bitcoins alltagstauglich machen

 

 

 

 

24.07.2017 16:28
Quelle: finanzen.net

Bitcoins und andere Kryptowährungen erfreuen sich bei Nutzern immer größerer Beliebtheit. Doch im Alltag kann man damit in der Regel noch nicht bezahlen. Ein Startup-Unternehmen aus Singapur will dies nun ändern.

TenX will erreichen, dass Besitzer von Digitalwährungen auch in Cafes, Restaurants und Geschäften bezahlen können. Ermöglichen soll dies die Visa-Kreditkarte des Startup-Unternehmens.

So kann man im Alltag mit Internetgeld bezahlen

TenX hat eine App entwickelt, die als Wallet, eine Art digitale Geldbörse, dient und mit einer Visa-Karte verbunden ist. Bezahlt nun ein Nutzer damit beispielsweise in einem Geschäft seine Rechnung, so wird sein Krypto-Konto belastet und der Händler bekommt den Betrag in lokaler Währung – z.B. Euro, Yen oder US-Dollar – gutgeschrieben.

Dabei wird das Kryptogeld augenblicklich in Buchgeld umgewandelt und an Visa weitergeleitet. Von TenX werden dafür zwei Prozent des Transaktionswerts einbehalten. Für die Nutzer fallen nur die Umtauschgebühren der Tauschbörsen an, das sind in der Regel 0,15 bis 0,20 Prozent.

Solche Zahlungen sollen zunächst auf 2.000 US-Dollar pro Jahr begrenzt sein. Allerdings können Nutzer eine Erhöhung dieses Limits beantragen, wenn sie ihre Identität verifizieren.

Derzeit kann die Karte von TenX zum Bezahlen mit acht Kryptowährungen eingesetzt werden, darunter auch die weniger bekannten Dash und Augur. Bis Jahresende soll die Zahl auf elf verschiedene Cyberwährungen anwachsen.

Konkurrenz dürfte nicht lange auf sich warten lassen

Derzeit wickelt TenX etwa Zahlungen mit einem Volumen von 100.000 US-Dollar pro Monat ab. Bis Ende 2018 erhofft sich der Zahlungsdienstleister jedoch eine deutliche Steigerung auf monatlich 100 Millionen US-Dollar bei einer Million Nutzern.

Laut Bloomberg zeigen sich Analysten zwar begeistert vom Konzept des Startups, rechnen jedoch auch damit, dass das Unternehmen schon bald starke Konkurrenz bekommen dürfte. Von Vorteil für TenX sei dabei aber sein zeitlicher Vorsprung. Letztendlich hänge der Erfolg davon ab, ob die Erwartungen der Kunden erfüllt würden.

Redaktion finanzen.net