EZB-Ratsmitglied bestätigt Gespräche über Regulierung von Kryptowährungen

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Handelblatt
17.11.2017

 

China hat den Handel mit Kryptowährungen bereits untersagt – für Peking sind Bitcoin und Co. nur Spekulationsobjekte. Auch in der Euro-Zone wird jetzt über eine stärkere Regulierung des Cybergelds gesprochen.

 

Verbot für Bitcoins?

FlorenzNach dem Handelsverbot für Krypto-Börsen in China wird auch in der Eurozone und in internationalen Gremien über eine härtere Gangart im Umgang mit Bitcoin & Co. nachgedacht. EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sagte am Donnerstag, Gesetzgeber und Zentralbanken diskutierten derzeit über eine Regulierung von Krypto-Währungen.

China habe Cybergeld-Börsen einen Riegel vorgeschoben, weil die Pekinger Führung sie für betrügerisch halte, führte der österreichische Notenbankchef auf einer Konferenz in Florenz aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht für sich selbst jedoch keine Möglichkeiten, um ein Verbot oder eine Regulierung von Bitcoin durchzusetzen. Es liege nicht in der Macht der EZB Bitcoins zu verbieten oder zu regulieren, hatte Notenbankchef Mario Draghi Ende September in einer Anhörung vor dem Europaparlament gesagt.

Chinesische Behörden hatten den in Peking ansässigen Krypto-Börsen im September den Handel verboten. Damit wollten sie die finanziellen Risiken eindämmen, die der hochspekulative und zuletzt rasant gewachsene Markt mit sich bringt.