Anwälte in Nebraska dürfen Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren

 

 

 

 

 

17.September 2017 | Tobias Schmidt
Quelle: BTC-Echo

 

Im US-Bundesstaat Nebraska dürfen Anwälte jetzt Kryptowährungen als Bezahlung akzeptieren. Dies geht aus einem Opinion-Paper des Lawyers’ Advisory Committee hervor, einer Ethik-Kommission, die vom höchsten Gericht des Staates eingesetzt wurde.

Das Komitee, welches sich aus acht Rechtsanwälten des Staates Nebraska zusammensetzt, widmete sich in erster Linie der Beantwortung dreier Fragen: Darf ein Rechtsanwalt digitale Währungen wie Bitcoin als Bezahlung für seine Dienste akzeptieren? Darf ein Rechtsanwalt digitale Währungen als Bezahlung von Dritten zugunsten eines Klienten annehmen? Darf ein Rechtsanwalt digitale Währungen in Fonds halten oder für Klienten treuhändisch verwalten?

Die Akzeptanz von Kryptowährungen wird grundlegend erlaubt, jedoch mit der Einschränkung, diese umgehend in US-Dollar einzutauschen. Als Grund hierfür wird angegeben, dass einem Klienten keine zu hohe Rechnung gestellt werden dürfe. Da Kryptowährungen sehr volatil sind, bringe ein längeres Halten das Risiko mit sich, dass Klienten unbewusst zu viel für die erbrachten Dienste zahlen.

Zahlungen von Dritten dürfen ebenfalls angenommen werden, solange die Zahlung nicht dazu dient, das unabhängige Verhältnis des Anwalts zum Klienten zu beeinflussen. Darüber hinaus muss der Anwalt die Identität der dritten Partei angeben.

Auch das treuhändische Verwalten von Kryptowährungen wird laut dem Lawyers’ Advisory Committee erlaubt, da sich Kryptowährungen „eher um Eigentum als um eigentliche Währungen“ handle. Jedoch müsse der fremde Besitz getrennt von den eigenen Besitztümern des aufbewahrenden Anwaltes aufbewahrt werden. Darüber hinaus empfiehlt das Opinion-Paper die Nutzung von Multi-Signature Wallets, um die Anlagen sicherer zu verwahren.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass alle drei Fragen mehr oder weniger mit Ja beantwortet wurden, wobei die Einschränkungen auf der Basis geltenden Staatsrechts getroffen sind.

Englische Originalversion via Coindesk