Monthly Archives: August 2017

Bitcoin in den Nachrichten – gemeine Missverständnisse

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: BTC-Echo

 

Es ist verständlich, dass der aktuelle Anstieg der Kryptowährungen – insbesondere Bitcoin – auch von überregionalen Zeitungen mit sehr großer Reichweite nicht unentdeckt geblieben ist. Auch wenn seit dem letzten großen Medienaufgebot vier Jahre vergangen sind, so haben sich die Argumente gegen Bitcoin seitdem kaum verändert. Im Folgenden sollen zwei typische Textausschnitte aus zwei größeren internationalen Zeitungen genauer betrachtet werden.

 

Kein inhärenter Wert

Der erste Artikel mit dem Titel “Wie der Kamelmarkt in Kuwait” erschien heute in dem Kreml-nahen Nachrichtenmagazin SputnikNews. Die hier vorgefundene einseitige und ideologisch motivierte Argumentation war zwar erwartbar, jedoch finden sich ähnliche Argumentationsstränge auch in renommierten, westlichen Nachrichtenformaten. So wurden auch im Forbes Magazin, aus dem der zweite von uns analysierte Artikel stammt, die gleichen Bedenken gegenüber Bitcoin und Co. geäußert, wie folgendes Zitat belegt:

“Vor einem ‘Schneeballsystem’ bei der Digitalwährung Bitcoin warnt Finanz-Experte Dimitri Speck”

Wächst eine Währung oder eine Anlage so intensiv wie Bitcoin in der letzten Zeit, ist es allemal angebracht zu hinterfragen, ob es sich dabei nicht um ein Schneeballsystem handeln könnte. Öl, Gold oder andere Rohstoffe werfen praktisch nie solche Gewinne ab, wie nun Bitcoin oder andere digitale Währungen.

Trotzdem ist Bitcoin nicht als Schneeballsystem anzusehen: ein Schneeballsystem zeichnet sich durch hohe Ausschüttungen aus, die durch das Hinzukommen neuer Mitglieder und damit der Zahlung neuer Mitgliedsbeiträge oder Einlagen erreicht werden. Zwar gibt es auch im Kryptowährungsbereich einige Negativbeispiele, im Gegensatz dazu wird das Bitcoin-System jedoch nicht von Neu-Investoren getragen. Stattdessen trägt Bitcoin Eigenschaften, die ihm einen Wert verleihen: Sekundenschnelle Zahlung, extrem hohe Sicherheit, globale Reichweite, kein Registrierungsprozess und vieles mehr. Es existiert also eine ökonomische Grundlage auf der Bitcoin basiert, die nicht davon abhängig ist, dass neue Mitglieder hinzukommen, da sonst ein Auseinander brechen drohen würde. Zudem werden keine Renditen respektive Gewinnausschüttungen wie bei Schneeballsystemen versprochen, sodass es nicht überlebensnotwendig ist neue Nutzer zu gewinnen, die wiederum neue Mittel in das System einbringen.

“Bitcoin wird niemals Werte wie Geld oder Gold ersetzen”

Auch diese defensive Aussage liest und hört man häufig. Aber warum muss Bitcoin unbedingt Geld oder Gold ersetzen? Schaut man sich den Remissenmarkt an – den Markt der Arbeiter und Angestellten, die im Ausland arbeiten und einen Teil ihres Lohns in ihr Heimatland schicken – so erkennt man ein starkes Wachstum von Kryptowährungen gegenüber traditionellen Anbietern wie WesternUnion.

Es wird durch oben stehende Aussage auch ein “Angriff” digitaler Währungen auf die bestehende Weltwirtschaft angedeutet. Hinterfragt man dieses Narrativ allerdings, so wird deutlich, dass sich beispielsweise Länder wie Venezuela aufgrund jahrzehntelanger Misswirtschaft in einer schweren Rezession befinden, ohne jemals wirklich von Bitcoin “angegriffen” worden zu sein. Ob eine Geldwirtschaft zerfällt, ist also keine Frage eines Konkurrenzkampfes, sondern vielmehr volkswirtschaftlich und institutionell bedingt.

“‘Bitcoin kam nach der letzten Finanzkrise 2008 auf’, erinnerte der Münchener. ‘Die Marktkapitalisierung von allen aktuell gehandelten Krypto-Währungen liegt bei etwa 130 bis 140 Millarden Dollar. Das ist aber immer noch sehr wenig, im gesamten Maßstab der Weltwirtschaft gesehen.’”

Und dennoch reichte es in den letzten Tagen, um die Marktkapitalisierung von PayPal zu überholen. Was oben stehendes Zitat allerdings auslässt ist die Tatsache, dass das gesamte Marktkapital über den Zeitraum von 2008 bis heute erheblich schwankte. Die Marke von 100 Milliarden US-Dollar wurde erst im Mai diesen Jahres geknackt. Zum Vergleich: Seit der Entstehung des Bitcoin im Jahr 2009 bis zum Februar 2017 lag die Gesamtmarktkapitalisierung unter 20 Milliarden US-Dollar! Eine Durststrecke, die durch die Aussage überhaupt nicht dargestellt wird, während jedoch Netzwerkprotokolle ausgebessert wurden und Projekte an den Markt angepasst worden sind. Was nun folgt, ist die Ernte nach einer erfolgreichen Saat.

“Jeder Bezahlvorgang erfordert schon mal sehr viel Rechenleistung. Aktuell liegen die Transaktionskosten bei 25 US-Dollar pro Bitcoin-Zahlvorgang.”

Während der erste Satz stimmt, und das aus einem guten Grund, ist der zweite Satz stark übertrieben. Zwar stiegen die durchschnittlichen Transaktionskosten von gesten auf heute um einen weiteren Dollar auf insgesamt fünf Dollar, aber das ist immer noch ein fünftel der in SputnikNews angegebenen Transaktionskosten.

Mehr zum Thema:  Tägliche Ether-Auktionen auf der Winklevoss Gemini-Börse

Auch hier ist es ein leichtes Bitcoin auf die Füße zu treten: vor Februar 2017 lagen die Transaktionskosten für Bitcoin unter 0,5 US-Dollar. Mit dem Anstieg der Beliebtheit und dem damit einhergehenden Transaktionsvolumen stieg der Preis für die durchschnittliche Transaktion – was übrigens der Grund für die Skalierungslösung SegWit ist. Es handelt sich also nur um Preisspitzen, die durch Updates wieder eingefangen werden können.

“Ein Haufen Nutzer mit einer Blockchain”

Die nun folgenden Aussagen finden sich im Forbes-Artikel “A Bitcoin is Worth 4,000 Dollars — Why you probably should not own one”.

Die journalistische Leistung von Forbes dürfte die von Sputnik deutlich überholen. Dennoch existieren auch hier einige Missverständnisse:

Im Artikel heißt es, traditionelle Währungen werden von einer Zentralbank überwacht.

“Stattdessen werden Bitcoins durch einen Haufen Nutzer über eine Blockchain nachverfolgt.”

Durch den vorangegangenen Vergleich mit den Zentralbanken bei traditionellen Währungen ergibt sich der Eindruck, dass “ein Haufen Nutzer” nun Bitcoins verwalten. Dies ist schlichtweg nicht der Fall, im Gegenteil, Programmcode, der auf sehr vielen Rechnern verteilt ist, steuert die Ausgabe neuer Coins. Dieser Programmcode ist für jeden einsehbar und nachvollziehbar.

Nachdem erklärt wurde, dass durch Tauschgeschäfte metaphysische Werte entstanden sind und damit traditionelles Geld, heißt es:

“Und so ein Huhn könnte beispielsweise 2,50 US-Dollar wert sein. Die Währung repräsentiert also den Wert aller Dinge. Der Dollar selbst, ist ein Paper das nichts wert ist. Aber es repräsentiert Kaufkraft. Von daher speichert es Wert.”

Während die Aussage nachvollziehbar ist, heißt es weiter über Bitcoins:

“Sie haben keinen eigenen Wert, da sie eine Währung sind, die eher einen Wert abbilden als selber einen Wert haben.”

Liest man weiter stolpert man noch mehr über inhaltliche Widersprüche:

“Bitcoin-Werte sind völlig davon abhängig, ob die Halter weiterhin einen Wert darin sehen werden. Zurzeit sieht der Markt aber eher wie die Tulpenmanie, statt ordentlichem Investmentumfeld aus.”

Dies ist allerdings keine nur den digitalen Währungen inhärente Eigenschaft. Jede Währung, egal ob Bitcoin oder US-Dollar, basiert auf dem Vertrauen der Menschen bzw. in der Erwartung mit der Währung etwas kaufen zu können. Ohne Vertrauen, keine Kaufkraft. Dass das Vertrauen bzw. die Erwartungshaltung gegenüber dem Euro oder dem US-Dollar deutlich größer ist als das gegenüber den digitalen Währungen ist absolut verständlich. Schließlich wird zu 99,9% in Fiatwährungen gezahlt und nicht in Kryptowährungen. Die Differenzierung inwiefern von “Werthaltig” gesprochen werden kann, ist in diesem Fall also rein quantitativ und nicht qualitativ, generell. Wird in der Volkswirtschaft mehr in digitalen Währungen gehandelt und an Vermögenswerten gelagert, dann steigt damit auch die “Wertbezogene-Erwartungshaltung” in der Bevölkerung.

Um die dem Wert dienlichen Eigenschaften hervorzuheben, sollen im Folgenden wertstiftende Eigenschaften von Bitcoin aufgezählt werden:

Bitcoin ist ein Wertetransfersystem, das ohne zentrale Instanz funktioniert. Niemand kann Bitcoins nach eigenem Ermessen erstellen, sie werden nach einem festgelegten Algorithmus erschaffen, der präzise Voraussagen der auszuschüttenden Geldmenge bis ins Jahr 2140 erlaubt. Keine Zentralbank der Welt kann solche Voraussagen treffen.

Da Bitcoin keine zentrale Instanz hat, bildet es keinen zentralen Schwach- oder Angriffspunkt. Während in der Vergangenheit Zentralbanken Opfer von Überfällen wurden (siehe Bangladesh), ist dies bei Bitcoin nicht möglich. Selbst eine Naturkatastrophe oder ein Krieg könnte Bitcoin überstehen (ironischerweise wurde das Bitcoin zugrundeliegende Peer-to-Peer-Netzwerk in den Zeiten des kalten Krieges entwickelt).

Jeder kann eine eigene Bitcoin-Addresse kostenlos erstellen. Dafür ist keine Sicherheit notwendig und auch keine sonstige Registrierung. Man schätzt, dass rund 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu Banken haben. Die Zugangshürde zu digitalen Währungen dürfte damit niedriger sein, als zu traditionellen.

All diese Eigenschaften haben einen Wert, und da sie im traditionellen Bankenwesen nur selten vorkommen, haben sie aufgrund von Angebot und Nachfrage sogar einen hohen Wert. Welchen Wert sie genau haben, könnte man anhand des Preises eines Bitcoin ablesen.

BTC-ECHO

Bitcoin-Start-up TenX: 80 Millionen in sieben Minuten

 

 

 

 

 

 


Quelle: diepresse
Wien/Singapur. Ein neuer Tag, ein neuer Höchststand: Die Kryptowährung Bitcoin ist am Freitag über die Marken von 3500 Dollar und 3000 Euro geklettert. Nach Jahren in der Obskurität ist das virtuelle Geld inzwischen Dauergast in den Studios der Finanzsender. Die Wall Street ist aufmerksam geworden. Aber ein großer Teil der Bitcoins und anderer Kryptowährungen wie Ether, Litecoin oder Dash ist in Besitz der Early Adopter, die sie billig gekauft haben.

Mit jedem neuen Allzeithoch wächst deren theoretische Kaufkraft. Einzig: So richtig abgehoben haben Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel noch nicht. Zwar lässt sich damit rasch Geld um die Welt schicken, und die Technologie erlaubt Menschen den Zugang zu Geldgeschäften, die noch nie in einer Bank waren. Aber der eigentliche Akt des Bezahlens ist tatsächlich mühsamer als mit Bargeld oder Kreditkarte.

 

Ganz normale Kreditkarte

Julian Hosp will das ändern. Der gebürtige Tiroler hat gemeinsam mit Toby Hoenisch, Michael Sperk (ebenfalls Österreicher) und dem Thai Paul Kitti in Singapur die Firma TenX ins Leben gerufen. „Unser Ziel? Wir machen Kryptowährungen ausgebbar“, sagt Hosp im Skype-Interview mit der „Presse“.

Die Idee ist simpel: TenX will das nächste PayPal sein. Kunden brauchen nur die App. Bisher gibt es sie nur auf Android, aber iOS soll bald folgen. Wer sich anmeldet, bekommt eine Kreditkarte zugeschickt. Eine ganz normale Visa oder Mastercard – je nachdem, mit wem TenX in dem betreffenden Land kooperiert. Auf die App kann man dann Bitcoin und andere Kryptowährungen laden – und einstellen, worauf die Karte zugreifen soll. Der Rest ist bekannt: Rein ins Geschäft, raus mit der Karte, fertig.

TenX hat den Mitarbeiterstand binnen sechs Wochen von zehn auf 20 verdoppelt. Möglich gemacht hat das eine beeindruckende Finanzierungsrunde. Auch das ist die Welt der Kryptowährungen: Die Ideedes Crowdfundings hat ein gewaltiges Update erhalten. TenX hat einen Token auf der Plattform von Ethereum aufgesetzt, von dem es insgesamt 100 Millionen Stück gibt. Diese konnten Unterstützer des Projekts erwerben, indem sie Ether an TenX geschickt haben.

Nach sieben Minuten war alles vorbei – denn Hosp und Kollegen wollten nicht mehr als „nur“ 80 Millionen Dollar einnehmen, und das ging rascher als gedacht. Zusammen mit der bereits zuvor erfolgten Anschubfinanzierung durch Angel-Investoren soll dieses Geld den Betrieb der Firma für die kommenden Jahre sichern. Der Token mit dem Ticker PAY ist zudem inzwischen an mehreren Börsen erhältlich – und erfreut sich dort großer Beliebtheit. In den vergangenen vier Wochen ist er um lockere 255 Prozent im Wert gestiegen und kostete zuletzt knapp drei Euro.

Aber erreicht ist damit noch nicht viel. Neben TenX kämpfen mindestens vier andere um den vielversprechenden Markt für Krypto-Kreditkarten. Und der ganze Sektor ist immer noch sehr klein: „Wir schätzen, dass weltweit rund fünf Millionen Menschen Kryptowährungen besitzen“, sagt Hosp. Wie viele davon bereits Kunden bei TenX sind, will er nicht verraten. „Es sind einige Tausend. Dazu kommen noch einige Tausend auf der Warteliste. Wir schicken pro Tag etwa 50 bis 70 Karten aus. Ab 2018 wollen wir dann Vollgas in die Kundenakquise.“

Tatsächlich dürfte das österreichische Team aus Singapur einen Startvorteil haben. Zwar gibt es schon Konkurrenten mit einem ähnlichen Produkt, aber bei TenX soll es sehr bald möglich sein, viel mehr Kryptowährungen auszugeben als nur Bitcoin – inklusive aller Ethereum-Token wie etwa PAY.

In der bis heute eher obskuren Krypto-Welt ist die Offenheit des Teams ein zusätzlicher Faktor. Hosp gehört zu den wenigen sehr aktiven deutschsprachigen YouTubern, die sich mit Bitcoin und Co. auseinandersetzen.

Der Tiroler war jahrelang professioneller Kitesurfer und hat in Innsbruck Medizin studiert. „Ein Patient hat mir schon 2011 von Bitcoin erzählt. Aber das ist nicht hängen geblieben“, sagt Hosp. Erst nach der Sportlerkarriere ist er auf einer Reise in Asien zufällig mit dem Tiroler Toby Hoenisch zusammengetroffen. „Er hat dann auch von Bitcoin geredet – und sich beschwert, dass man es so schwer ausgeben kann. So ist die Idee entstanden“, sagt Hosp.

„Österreich nicht interessant“

In Singapur ist man gelandet, weil dort die finanziellen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Bitcoin- und Blockchain-Firmen besonders gut sind. Und weil Singapur den Start-ups üppig Geld zur Verfügung stellt, wenn sie sich dort ansiedeln.

„Über Österreich haben wir natürlich viel nachgedacht. Ich würde mich total freuen, wenn wir dort arbeiten könnten. Aber derzeit ist es nicht interessant. Allein dass es noch immer Banken gibt, die dir ein Konto sperren, nur weil du Geld an eine völlig legale Bitcoin-Börse schickst, zeigt das schon. Wie sollen wir als Firma da arbeiten?“, fragt Hosp. „Aber ich bin optimistisch. Und es tut sich auch viel. Inzwischen kann man Bitcoin bei der Post kaufen. Das ist großartig.“

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 12.08.2017)

 

In der Ukraine sollen noch in diesem Jahr 150 Bitcoin-Automaten installiert werden

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: BTC-Echo

 

Der ukrainischen Börse für digitale Währungen Kuna und dem Kuna Bitcoin Agency Gründer Michael Chobanian zufolge sollen noch in diesem Jahr 150 Bitcoin-Geldautomaten im Land installiert werden. 30 der Automaten sollen bis Ende des Sommers in der Hauptstadt Kiew in Betrieb genommen werden.

Chobanian zufolge hat sich das Unternehmen aufgrund der hohen Nachfrage zu dem Schritt entschlossen:

“Bis zum Ende des Jahres werden wir mehr als 150 Bitcoin-Geldautomaten (ATMs) in der Ukraine installiert haben. Unsere ieunden haben uns dazu ermutigt diesen Schritt zu gehen und auch die Unternehmen wollen zukünftig in dem Markt aktiv werden, sprich durch den Kauf von Bitcoin Automaten und den Verkauf von digitalen Währungen.”

Die Bitcoin-Automaten werden eine Auszahlfunktion erhalten und neben Bitcoin noch weitere Kryptowährungen wie Ether, Waves und Golfs unterstützen. Gekauft werden können die digitalen Währungen dann in der offiziellen Landeswährung Hryvnia.

Mehr zum Thema:  ICOs und dezentrales Funding – eine Einführung in die Krypto-Ökonomie

Chobanian zufolge bedarf es für den Kauf von digitalen Währungen keiner Identifizierung am Automaten. Auch für die Inbetriebnahme benötigt man, anders als in den meisten anderen Ländern, keine spezielle Lizenz.

Aktuell ist laut CoinATMRadar erst ein Bitcoin Automat in der Ukraine in Betrieb. Dieser wurde Ende April im Süden des Landes in Odessa installiert.

BTC-ECHO

Bundesverband für digitale Währungen: Neuer Player im Krypto-Bereich?

 

 

 

 

 

 

 

11.08.2017 von Dominik Perlaki
Quelle: derbrutkasten

 

Heute wurde der Launch des Bundesverbands für digitale Währungen Österreichs bekanntgegeben. Der Verband soll eine gemeinsame Interessensvertretung der österreichsichen Krypto-Community werden. Doch in der Szene häufen sich kritische Stimmen.

Bundesverbände gibt es in Österreich in einigen Bereichen, zum Beispiel für diverse Sportarten. Sie sind Interessensverbände, die die jeweilige Szene etwa auch gegenüber der Politik vertreten. Seit heute hat Österreich nun einen “Bundesverband für digitale Währungen”. Einzig: Nicht nur die Öffentlichkeit, auch ein guter Teil der heimischen Krypto-Community wusste bis heute Vormittag nichts davon. Und die Gründer des Bundesverbands sind in der Szene bislang größtenteils nicht aufgefallen. Die Akzeptanz innerhalb der österreichischen Kryptolandschaft wird jedoch entscheidend für Erfolg oder Misserfolg des Verbands sein.

+++ Wirtschaftsministerium: “9 Punkte Plan” für die Blockchain +++

Das Ministerium und der “Blockchain Innungsmeister”

“Das Wirtschaftsministerium hätte in der Krypto-Szene gerne einen zentralen Ansprechpartner, so wie die Industriellenvereinigung. Aber wir haben halt im Moment noch ein sehr dezentrales System”, erklärt Johannes Grill, Präsident des Vereins Bitcoin Austria. Den “Blockchain Innungsmeister” gebe es halt nicht, sagt er scherzhaft. Genau dieser Wunsch des Wirtschaftsministeriums scheint nun für die Gründung des Bundesverbands ausschlaggebend gewesen zu sein: “Man ist auf mich zugekommen und hat gesagt, ‚Christian, mach bitte etwas, weil es traut sich sonst niemand drüber’”, erzählt Christian Gedeon im Gespräch mit dem Brutkasten. Er ist eines von fünf Vorstandmitgliedern des neuen Verbands. Es sei alles ganz schnell gegangen: Wenige Wochen seien zwischen Beschluss und Launch vergangen.

 

Deutsche Regulationsflüchtlinge sollen nach Österreich

Steht also eine politische Initiative hinter dem Bundesverband? “Nein”, sagt Gedeon, “der Verband ist selbstverständlich eine politisch unabhängige Non-Profit-Institution”. Er sei auch kein Teil der Blockchain Austria-Strategie des Wirtschaftsministeriums. Man werde aber natürlich einen Beitrag dazu leisten. Man wolle mit dem Verband für mehr Vernetzung in der Szene sorgen und die österreichischen Key-Player an Bord holen. Mit einigen liefen gerade Gespräche. Ebenfalls im Vorstand sitzt Mathias Roch, Gründer von BIT Trust und dem Vernehmen nach das einzige Vorstandsmitglied, das in der Szene allgemein bekannt ist. Der Deutsche hat sein “House of Nakamoto” in Wien und nicht in der Heimat eröffnet. Dahinter stünden zu starke Regulatorien im Nachbarland, erklärt Gedeon. Man verfolge mit dem Verband daher auch das Ziel, weitere deutsche Player nach Österreich zu bringen. Man habe bereits Kontakt zum Bundesverband Bitcoin in Berlin.

+++ Julian Hosp von TenX: “Zu viele Fälle, wo Token Sales missbraucht werden” +++

“Wir brauchen keine Trittbrettfahrer”

Oliver Olbrich, ebenfalls Vorstandmitglied, bringt im Gespräch mit dem Brutkasten noch ein weiteres Ziel des Verbands vor: “Wir wollen verhindern, dass Firmen sich an unwissenden Menschen bereichern.” Man wolle auf Dauer die vertrauenswürdige Institution im Krypto-Bereich werden, “wir maßen uns aber natürlich nicht an zu sagen: Wer nicht dabei ist, ist zweitklassig”. Damit hätte Olbrich wohl auch einen noch schwereren stand, denn der neue Bundesverband stößt in der Community bei vielen Playern auf wenig Gegenliebe. So meldeten sich etwa nach der Ankündigung prompt Eric Demuth von Bitpanda und Patrick Pöschl von Fintech Austria zu Wort. Man werde dem Verband nicht beitreten, sagen sie dem Brutkasten auf Anfrage unisono. “Wir brauchen keine Trittbrettfahrer, die sich Bundesverband nennen und damit Leute in die Irre führen”, schreibt Demuth auf Facebook. “Dem ist nichts hinzuzufügen”, kommentiert Pöschl.

Bitcoin Austria: “bisher nicht kontaktiert worden”

Bei Bitcoin Austria zeigt man sich auf Anfrage des Brutkasten überrascht. Man sei bisher nicht kontaktiert worden, hätte bislang nichts vom neuen Verband gewusst, sei aber offen für Gespräche, sagt Präsident Grill. Zugleich kritisiert er den schnellen Launch des Bundesverbands: “Für die Community zu sprechen, ohne das die etwas davon weiß, ist schon verwegen. Es wäre wohl schlau gewesen, sich bereits vor dem Start umfassend zu vernetzen und gemeinsame Ziele zu definieren.” Denn letztendlich müsse eine Interessensvertretung, die für alle spreche, aus einer Grassroots-Initiative entstehen. Und dennoch: Man begrüße grundsätzlich jede Initiative. “Es sind aber auch schon einige ähnliche Projekte innerhalb weniger Wochen gescheitert”, erzählt Grill.

Conclusio: Noch ist nichts gewiss

Ob der Bundesverband für digitale Währungen Österreichs sich als Player im Krypto-Bereich behaupten kann, ist am Tag des Launchs also noch gänzlich ungewiss. Einige zentrale Player sollen nach Angaben der Gründer ja bereits angedockt sein. Nun muss aber auch noch die Basis der Szene überzeugt werden.

 

127 Milliarden US-Dollar: Krypto-Marktkapitalisierung erreicht neues Allzeithoch

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: BTC-Echo
Laut den Daten von Coinmarketcap haben die Krypto-Märkte heute Mittag ein neues Allzeithoch markieren können – Stand: 127.3 Milliarden US-Dollar.

Getrieben wurde der Anstieg vor allem durch Bitcoin. Schließlich konnte die Kryptowährung innerhalb einer Woche mehr als 20% dazugewinnen. Mit über 3.000 Euro (3.500 US-Dollar) knackt Bitcoin zum ersten Mal die 3.000-Euro-Grenze und stellt damit ebenfalls einen neuen Rekord auf. Mit einer Marktkapitalisierung von 58 Milliarden US-Dollar ist die 60 Milliarden US-Dollar-Marke zum Greifen nah.

Zusätzlich wurde die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen durch Bitcoin Cash ausgeweitet. Die neue Kryptowährung hat so zusätzlich über 5,5 Milliarden US-Dollar in das System eingebracht und steht aktuell bei 290 Euro bzw. 340 US-Dollar.

Ebenfalls haben die Kryptowährungen NEO und IOTA stark performt und einiges an Plätzen gut machen können. So belegt IOTA bereits Platz 7 und NEO (ehemals Antshares) Platz 8, gemäß Marktkapitalisierung. Auch heute scheint sich dieser Trend fortzusetzen. So steht IOTA mit 24% im Plus und NEO mit knapp 15%.

Mehr zum Thema:  Blockchain in Banking & Finance – Vorträge sind online!

Aber auch die Nummer 2 aller digitalen Währungen konnte sich von der letzten Konsolidierung wieder gut erholen. Ethereum hat so innerhalb einer Woche über 7 Milliarden an Marktkapitalisierung hinzugewinnen können.

Unter der Prämisse, dass sich die Skalierung Bitcoins weiter erfolgreich durchsetzt und die Regulierungen staatlicherseits ein investmentfreundliches Klima schaffen / beibehalten, so stehen die Chancen nicht schlecht, auch in nächster Zeit neue Rekordmeldungen verkünden zu können. Insbesondere die institutionellen Anleger sind es, die in Zukunft für einen enormen Mittelzufluss sorgen könnten, sofern entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.

BTC-ECHO

Bitcoin wird die Reservewährung der Welt

 

 

 

 

 

 

6.August 2017 09:00
Quelle: oe24

 

„Der Tsunami der Blockchain-Revolution steht erst bevor“.

 

„Eine digitale Währung wird früher oder später eine nationale Währung als Weltreservewährung ablösen“, ist Max Tertinegg, Geschäftsführer und Mitbegründer des Grazer Bitcoin-Dienstleisters Coinfinity, überzeugt. „In fünf bis zehn Jahren wird eine Weltreservewährung auf Blockchain- bzw. Kryptowährungsbasis entstehen“, meinte Tertinegg im Gespräch mit der APA.

„Ich gehe mit einer mehr als 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es Bitcoin sein wird, es kann aber auch eine andere Kryptowährung sein. Es gibt nämlich neben Bitcoin noch hunderte andere Kryptowährungen“, so Tertinegg. „Bis auf eine Handvoll davon – maximal 10 bis 15 Währungen – sind das aber Eintagsfliegen ohne Relevanz. 99 Prozent der digitalen Währungen, die wir jetzt sehen, werden in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr existieren.“ Es sei also zwar richtig, dass die Gesamtmenge der verschiedenen digitalen Währungseinheiten inflationierbar sei, „aber wenn sie nicht im alltäglichen Wirtschaftsleben im Einsatz sind, ist das eigentlich irrelevant“.

Der jüngste Neuzugang in der Fauna der Kryptowährungen ist erst wenige Tage alt: Am 1. August ist aus Bitcoin (BTC) durch eine Abspaltung („Fork“) Bitcoin Cash (BCH) entstanden – quasi ein kleiner Bruder, der sich mit Bitcoin den Großteil der DNA teilt.

Die Spaltung habe sich bereits seit vielen Monaten abgezeichnet, erklärt Tertinegg, denn Bitcoin habe von Anfang an einen Schwachpunkt gehabt. „Bitcoin ist in der ursprünglichen Variante technisch nicht darauf ausgelegt, viele Transaktionen abwickeln zu können.“ Jede Transaktion habe eine bestimmte Datengröße, und alle zehn Minuten werde nur ein Block mit einer Datengröße von einem Megabyte erzeugt. Fast zwei Jahre lang sei in der Bitcoin-Community darüber gestritten worden, ob man diese willkürlich festgelegte Blockgröße ändern sollte – bis sich schließlich eine kleine Gruppe von Entwicklern zu der Abspaltung entschlossen und eine neue Kryptowährung mit einer Blockgröße von 8 MB geschaffen habe.

„Die haben dann eine eigene Software geschrieben, die nicht mehr kompatibel ist mit der Bitcoin-Software.“ Allerdings werden die beiden Kryptowährungen für immer miteinander verbunden bleiben, weil die Blockchain – also die Datenbank, in der alle bisherigen Transaktionen verschlüsselt aufgezeichnet sind – bis zur Abspaltung am 1. August bei beiden Kryptowährungen gleich ist. Derzeit ist diese Blockchain knapp 150 Gigabyte groß.

„Es war so, dass jeder, der bis zum 1. August Bitcoins gehalten hat, wie durch Zauberhand auch den gleichen Betrag an Bitcoin Cash hat. Wenn Sie 10 Bitcoins vor dem 1. August hatten, dann haben Sie jetzt zusätzlich auch 10 Bitcoin Cash.“

Allerdings sind die Bitcoin-Besitzer dadurch nicht plötzlich reicher geworden, weil der Wert von Bitcoin durch die Verdoppelung der Einheiten gesunken ist. Er hat sich jedoch nicht halbiert, sondern verteilt sich nun ungleich auf die beiden Währungen. Ein Bitcoin war vor dem Split ungefähr 2.500 Euro wert, derzeit bekommt man für ein Bitcoin rund 2.400 Euro und ein Bitcoin Cash ist rund 240 Euro wert.

Der Anreiz für die „Miners“, mit enormer Computer-Rechenleistung und entsprechend hohem Energieverbrauch neue Einheiten von Bitcoin Cash zu erzeugen und Transaktionen zu verifizieren, ist entsprechend gering. Das weltweite Bitcoin-Mining verbraucht derzeit die Stromproduktion mehrerer Atomkraftwerke – Tendenz stark steigend. Der hohe Energieverbrauch ist einer der Kritikpunkte an Bitcoin, weil etwa in China das Mining sehr intensiv mit Kohlestrom betrieben wird.

Auch ist der Bitcoin-Kurs wegen der vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung relativ leicht manipulierbar, wer also Bitcoins kauft, geht ein Hochrisiko-Investment ein. Der Gesamtwert aller existierenden Bitcoins beträgt derzeit 44,2 Mrd. Euro, 16,5 Millionen Bitcoins befinden sich in Umlauf. Allerdings kann es im Bitcoin-System keine Hyperinflation geben, weil die Gesamtmenge an Bitcoins mit 21 Millionen limitiert ist und die Erzeugung weiterer Einheiten immer aufwendiger wird. Schon in den nächsten Jahren werden 98 Prozent aller Bitcoins erzeugt sein, das Limit wird aber erst Mitte des nächsten Jahrhundert erreicht werden.

Hype um das Thema Blockchain

Durch Kryptowährungen wie Bitcoin hat sich in den letzten Jahren auch ein Hype um das Thema Blockchain entwickelt. „Jede Branche glaubt, unbedingt Blockchain verwenden zu müssen, um ihre Geschäftsprozesse zu verbessern.“

Das Besondere daran: Die Blockchain ist eine lückenlose Transaktionsdatenbank, deren Datensätze kryptographisch miteinander verschränkt sind und nachträglich nicht mehr verändert werden können. Eine Manipulation ist ausgeschlossen, weil unzählige Kopien der Blockchain bei den Teilnehmern des Netzwerks liegen und jede Veränderung auffallen würde. Durch die Tatsache, dass in der Blockchain auch sämtliche Transaktionen gespeichert sind und auch wieder ausgelesen werden können, könnte sie auch zum Ausspionieren der Nutzer missbraucht werden.

Auch Tertinegg sieht in der Technik großes Potenzial. „Man könnte beispielsweise ein Grundbuch auf Blockchain-Basis machen oder Peer-to-Peer-Märkte für Energie oder auch Eigentumsrechte an Firmen darin aufzeichnen. Der Tsunami der Blockchain-Revolution steht erst bevor.“

Tertineggs Unternehmen Coinfinity (https://coinfinity.co/) ist in erster Linie ein Händler von digitalen Währungen. „Sie können bei uns Bitcoin, Ethereum, Litecoin oder in Zukunft wahrscheinlich auch Bitcoin Cash über verschiedenste Kanäle kaufen und verkaufen.“ Das geht inzwischen auch in mehr als 3.000 Trafiken in Österreich, wo man Bitcoin-Bons erwerben kann. Darüber hinaus hat Coinfinity auch ein Dutzend Bitcoin-Automaten aufgestellt. Darüber hinaus berät das Unternehmen auch Unternehmen, die z.B. in ihren Online-Shops auch Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen wollen.

 

Japanische Modekette “Marui” akzeptiert Bitcoin

 

 

 

 

 

 

 
6. August 2017| Danny de Boer
Quelle: BTC-Echo
 

Japan gilt seit einigen Monaten als Vorreiter in der Bitcoin-Adaption. Nachdem die Elektronikkette Bic Camera Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert hat, beginnt nun die junge Modelinie Marui sich an die digitale Währung heranzutasten.

Japan im Bitcoin-Fieber

Die Bitcoin-Adaption schritt in Japan seit Mai so weit voran, dass erst kürzlich vor dem Fork am ersten August bis zu 5.000 Händler kurzfristig die Zahlungen mit Bitcoin einstellen mussten, um ungeahnten Netzwerkproblemen aus dem Weg zu gehen.

Marui, eine der beliebtesten Modeketten in Japan, gab nun bekannt, dass sie mit Service-Provider und Bitcoin-Börse, BitFlyer, zusammenarbeiten wollen. Durch die Partnerschaft soll erstmal ein Test durchgeführt werden, der die Einführung von Bitcoin in einem der 31 Shops beinhaltet.

Mehr zum Thema: Chinesische Zentralbank: Bitcoin ist keine Währung

Im Kaufhaus Shinjuku Marui Annex in Tokio sollen dann vom 7. August bis zum 31. Oktober Bitcoin-Zahlungen akzeptiert werden. Das Kaufhaus ist ein beliebtes Einkaufsziel und besitzt durch die dortig größte Busstation Tokios eine große Kundendichte.

Als Werbung dient ein GiveAway von BitFlyer: Wer mehr als 3.000 Yen (ca. 23 Euro) via Bitcoin ausgibt, bekommt die Chance weitere 3.000 Yen in Bitcoin zu gewinnen. Insgesamt 10 Personen werden später ausgewählt.

Marui gab außerdem an, dass man bereits alle weiteren Schritte eingeplant hat, um Bitcoin auch auf die anderen Filialen zu skalieren, falls die Adoption positive Ergebnisse liefert.

BTC-ECHO

Über 70 Hedgefonds möchten in Kryptowährungen investieren

 

 

 

 

 

 

  1. August 2017|Sven Wagenknecht
    Quelle: BTC-Echo

Laut einem Tweet des Investors Tuur Demeester seien Hedgefonds mit Bezug zu Kryptowährungen gerade am “explodieren”.

Demeester bezieht sich dabei auf einen Artikel, indem aufgelistet wird, welche Fondsgesellschaften oder Kanzleien gerade an Zulassungen für Krypto-Hedgefonds arbeiten. Insgesamt kommt man auf über 70 Hedgefonds, die sich gerade in der Pipeline befinden.

Corey McLaughlin von Arthur Bell kommentiert die Situation im Artikel wie folgt:

 

“Ich bin seit 1998 im Hedgefonds-Geschäft, aber ich habe noch nie ein solches Volumen an neuen Hedgefonds gesehen. Es ist einfach nur verrückt.”

Implikationen für den Kryptomarkt

Aus Investmentsicht eine sehr nachvollziehbare Reaktion, schließlich möchte jeder an dem enormen Kursaufschwung der Kryptowährungen partizipieren. Es sollte ziemlich leicht für Fondsemittenten sein an Gelder von vermögenden oder institutionellen Kunden zu kommen, die ein Teil in Kryptowährungen investieren möchten.

Insbesondere durch die konsequentere Regulierung von ICOs durch die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC, wurde für verstärkte Rechtssicherheit in den USA gesorgt, die Investoren anlockt. Da die Emittierung von Kryptowährungen nun ähnlichen, wenn auch nicht gleichen, Standards der allgemeinen Wertpapier-Regulierung unterliegt, ist der Gedanke nicht fern, dass auch versucht wird alle existierenden Formen an Finanzprodukten auch auf Kryptowährungen anzuwenden. Egal ob ETF, Hedgefonds oder Hebelzertifikat – es ist mit einer enormen Anzahl an Zulassungsanträgen in nächster Zeit zu rechnen.

 

Mehr zum Thema: ETH-Kursanalyse KW 27 – Und es geht weiter abwärts

Durch die Gier der Anleger und Finanzinstitute sowie der Kreativität der Finanzingenieure können hier enorme Summen in Zukunft in den Kryptomarkt drängen, die ggf. auch zu einer neuen Blasenbildung führen.

Grundsätzlich sollte darauf hingewiesen werden, dass es regulatorische Unterschiede zwischen den USA und Europa sowie anderen Regionen respektive Wirtschaftsräumen gibt. Das bedeutet, dass der Zugang zu entsprechenden, ausländischen Finanzprodukten oftmals nur eingeschränkt gegeben ist.

BTC-ECHO

 

 

 

Allzeithoch: Bitcoin-Kurs knackt die 3.200 US-Dollar

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: BTC-Echo

Der Preis pro Bitcoin hat erstmals die 3.200 US-Dollar Marke überschritten und markiert damit eine neues Allzeithoch!

Der rasante Kursanstieg begann in den frühen Morgenstunden gegen 04:00 Uhr, als der Preis die 2.900 US-Dollar Marke erstmals wieder überschritt. Nur eine Stunde später erreichte der Preis pro Bitcoin (BTC) dann die 3.000 US-Dollar. Das Allzeithoch von 3.212,87 US-Dollar erreichte die digitale Währung gegen 06:30 Uhr. Der Kurs ist seither wieder ein wenig gefallen und liegt aktuell bei 3.128 US-Dollar (2.643 Euro).

Jenseits der 3.000 US-Dollar Marke lag der Preis pro Bitcoin zuletzt am 11. Juni.

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt coinmarketcap Daten zufolge aktuell bei 51,4 Mrd. US-Dollar, umgerechnet also bei rund 43,7 Mrd. Euro.

Mehr zum Thema:  Schweden nutzt jetzt offiziell die Blockchain für Grundbucheintragungen

BTC-ECHO

Analyst: Der Kurs von Ethereum wird sich verdoppeln und Bitcoin wird auf 5.000 Dollar steigen

 

 

 

 

 

 

 

03.08.2017 06:12
Quelle: Finanzen.net

 

Laut Ronnie Moas – Gründer und Analyst von Standpoint Research – sollten Kryptowährungen den traditionellen Anlagen wie Aktien, Anleihen, Edelmetallen und Währungen in Zukunft ein paar Marktanteile abnehmen können. Hieraus könnte ordentlich Kurspotential für das digitale Geld erwachsen.

Der Selbsttest von Kryptowährungen veranlasste Ronnie Moas wohl zu einer längeren Analyse zu den alternativen Währungen. Die bemerkenswerten Ergebnisse seiner Überlegungen, die auf CNBC.com veröffentlicht wurden, sind simpel und nachvollziehbar: Wenn rund 200 Billionen US-Dollar in Aktien, Anleihen, Cash und Gold angelegt sind und davon lediglich ein Prozent in Kryptowährungen wandert, dann wäre ein enormes Vervielfachungspotential vorhanden, so der Schluss von Moas. Sollten Kryptowährungen in Asset-Allocation-Modellen mit zwei bis vier Prozent Anteil ihren Einklang finden, so könnten alternative Währungen sogar um 10.000 Prozent zulegen. Laut Moas könnten die Charts der 20 größten Kryptowährungen in zehn bis fünfzehn Jahren genauso aussehen, wie aktuell die Kurscharts von Amazon, Apple, Facebook, Google, Netflix oder Tesla. Allein für die Digitalwährung Bitcoin sieht Moas einen Preis von 5.000 US-Dollar im Jahr 2018 und der von Ethereum und Litecoin könnte sich verdoppeln.

Bitcoin – eine Erfolgsstory

Mit Abstand die größte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen hat Bitcoin. Noch im Sommer 2011 bekam man für rund 10 US-Dollar einen Bitcoin. Sechs Jahre später kostete ein Bitcoin mehr als 3.000 US-Dollar. Damit ist der Bitcoin-Kurs in sechs Jahren um ca. 30.000 Prozent gestiegen. Eine Anlage von nur etwas mehr als 3.000 US-Dollar hätte somit für die Dollar-Million gereicht. Laut Ronnie Moas hat der Hype um Kryptowährungen erst begonnen und steckt gewissermaßen noch in den Kinderschuhen. Somit scheint noch viel Potential in dem neuen Geld zu stecken.

Kritische Stimmen zu Bitcoin

Laut Manfred Hübner – dem Geschäftsführer des auf Behavioral Finance spezialisierten Beratungsunternehmens sentix – wird der Wert von Bitcoins wahrscheinlich jedoch irgendwann gegen Null tendieren. Er vergleicht die aktuelle Kryptogeld-Manie mit historischen Übertreibungsorgien, wie zum Beispiel der Manie um holländische Tulpenzwiebeln. Im 17. Jahrhundert waren Tulpenzwiebeln als Anlage- bzw. Spekulationsobjekt en vogue und verteuerten sich teilweise soweit, dass man mit einer Zwiebel ein Haus in Amsterdam erwerben konnte. Heute sind es Bitcoins, von denen eine immer stärker wachsende Anlegergemeinde fasziniert ist. Weitere Kritik kommt von Howard Marks von Oaktree Capital. Für ihn sind Kryptowährungen womöglich ein Schneeballsystem – so schreibt er es in seinem letzten Memo auf der Internetpräsenz von Oaktree Capital. Bei einem Schneeballsystem müssten immer neue Investoren in Digitalwährungen investieren, um den Kurshype weiter zu befeuern. Sollten die Kryptowährungen an Vertrauen verlieren und plötzlich massive Verkäufe keinem neuen Käuferkreis mehr gegenüberstehen, so würden die Preise einbrechen und das Digitalgeld somit drastisch an Wert verlieren. Zwar gibt Marks in seinem Memo selbst zu bedenken, dass er vielleicht zu altmodisch denkt – er bezeichnet sich selbst beispielsweise als Dinosaurier – aber für ihn seien Kryptowährungen lediglich eine unbegründete Modewelle.

Fazit

Wie bei vielen Anlageobjekten auch, gibt es auch zu Kryptowährungen unterschiedliche Meinungen. Die einen sind überzeugt es geht weiter bergauf, die anderen sehen immense Kursrisiken. Ob sich die Kurse in Zukunft noch vervielfachen oder gegen Null tendieren, wird sich letztlich zeigen. Vielleicht kommt es auch so, wie bei einer ganzen Reihe historischer Manien: Erst gibt es exorbitante Gewinnmöglichkeiten, am Ende bricht alles zusammen. Wir werden sehen.

Redaktion finanzen.net

Erster Bitcoin Two-Way-Automat geht im Hotel Schani Wien in Betrieb

 

 

 

Quelle: BTC Echo
Mit dem Bitcoin Two-Way ATM ist das Hotel Schani Wien das erste Hotel in Österreich, in dem Kryptowährungen 24/7 gekauft und gleichzeitig verkauft werden können. Mit der Möglichkeit der Bitcoinzahlung greift das Hotel Schani Wien dem Trend für digitale Zahlungsformen voraus. Das Interesse zeigt sich auch in der Bevölkerung und immer mehr entscheiden sich für die Bezahlung mit Bitcoin.

 

 

Nachdem das Hotel Schani Wien seit April 2016 an der Bar und im Greissler Hotelshop Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert, können Bitcoins ab sofort direkt im Hotel an einem Automaten von der Firma Cointed gekauft und verkauft werden. Damit ist das Hotel Schani Wien das erste Hotel, in dem der Verkauf und Kauf der Kryptowährung beiderseits möglich sind. Der Automat im Hotel Schani Wien ist außerdem der erste Two-Way-ATM in Europa, der 24 Stunden am Tag zugänglich ist. Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit aus unterschiedlichen Kryptowährungen zu wählen. Neben Bitcoin können Dash und Litecoin bezogen und verkauft werden und in Zukunft sollen zusätzlich zwei bis fünf weitere digitale Währungen zur Verfügung stehen.
Im Hotel wird viel Wert auf Fortschritt, Trends und die Vereinfachung von Prozessen gelegt. Demnach ist es naheliegend auch eine digitale Währung als Zahlungsmittel zu akzeptieren, die die Transaktion vereinfacht und direkt vom Sender zum Empfänger möglich macht. Die Zwischenstelle einer Bank entfällt und Überweisungen sind länderübergreifend ohne Gebühren und ohne lange Wartezeit möglich. Des Weiteren arbeitet das Hotel Schani Wien mit Hochdruck an einer Lösung der Bitcoinzahlung der Hotelzimmer.

Der Zuspruch für Bitcoin wurde bereits bei der Informationsveranstaltung im Februar 2016 ersichtlich. Während zu diesem Zeitpunkt der Bitcoin in etwa € 400 wert war, liegt der Bitcoinwert mit Anfang August 2017 bei ca. € 2.300,-. Der Anstieg um 475 Prozent zeigt den stetigen Zuwachs, der seit Beginn von Bitcoin im Jahr 2010 zu verzeichnen ist. Benedikt Komarek, der Geschäftsführende Gesellschafter und Inhaber vom Hotel Schani Wien, ist von der digitalen Zahlungsmethode begeistert und ist sich sicher, „digitales Geld, wie Bitcoin, gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird sich bald schon als Zahlungsmittel der Zukunft etablieren.“ Für Wolfgang Thaler, dem Geschäftsführer von Cointed, sind Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoin „der nächste logische Schritt in der Evolution der Zahlungsmittel und die Antwort auf eine Frage, die bereits in den 90ern gestellt wurde: Wie kann man weltweite, taggleiche Überweisungen schneller, effizienter, sicherer und billiger als im herkömmlichen Bankenverkehr machen?“ Die Zahlung mit Bitcoin ist demnach, neben der individuellen Zimmerauswahl, dem mobile Check-in und dem mobile Key, eine weitere Technologie, die Prozesse im Hotel Schani Wien vereinfacht und für eine rasche, unkomplizierte Durchführung sorgt.