Monthly Archives: Juni 2017

Bundesbank-Chef Weidmann: Bitcoin erhöht Gefahr von Bankenpleiten

 

 

 

 

 

 

 

21.06.2017 20:32
Quelle: finanzen.net

Der Wert der Kryptowährung Bitcoin hat sich seit Anfang des Jahres annähernd verdreifacht. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank und einer der mächtigsten Männer der Finanzwelt, sieht darin eine große Gefahr für die weltweite Finanzstabilität.

 

In den vergangenen Monaten ist der Kurs der Internetwährung Bitcoin rasant angestiegen. Anfang 2016 kostete ein Bitcoin noch annähernd 435 US-Dollar, inzwischen gibt es für einen Bitcoin über 2.600 Dollar. Zwischenzeitlich kratzte der Bitcoin-Kurs sogar an der Marke von 3.000 Dollar. Bundesbank-Chef Jens Weidmann hält diese Entwicklung für sehr gefährlich.

 

Nach Meinung von Weidmann hätten Bitcoins das Potenzial, künftige Finanzkrisen deutlich schlimmer zu machen. Das sagte der Bundesbank-Chef bei einem Vortrag in Frankfurt vor einer Woche. Digitale Währungen wie der Bitcoin ließen die Gefahr einer Bankenpleite rapide ansteigen. Wie passt das zusammen?

Druck auf die Notenbanken in aller Welt wächst

Die Macht der Kryptowährungen steigt und der Druck auf die Notenbanken in aller Welt wächst, denn: Um dem Durchschnittsbürger das Gefühl zu geben, dass derartige Währungen stabil und sicher sind, könnten Zentralbanken künftig ihre eigenen Kryptowährungen bereitstellen (müssen). Und genau das bereitet Weidmann große Sorgen.

Würden Notenbanken in naher Zukunft eigene Digitalwährungen anbieten, könnte es schon bald auch für Otto Normalverbraucher selbstverständlich sein, damit zu bezahlen. Das allein ist noch nicht problematisch. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen allerdings könnte dies den schnellen Ruin von Banken in aller Welt bedeuten.

Sobald Kunden Sorge um die finanzielle Stabilität ihres Bankinstitutes haben, wollen sie in der Regel nur noch ihr Erspartes retten – es kommt zu einem sogenannten Bank Run, also zum Ansturm auf die Bank. Dabei versuchen viele Bankkunden, möglichst ihr gesamtes Geld abzuheben, um sich vor einer Enteignung durch die Bank zu schützen. Das kann ein Geldinstitut im schlimmsten Fall in die Insolvenz treiben.

Laut Weidmann steige mit Kryptowährungen – vor allem mit einer durch die EZB herausgegebenen – die Gefahr einer Bankenpleite, da ein Abzug des Geldes viel schneller vonstatten ginge. Es brauche nur noch eine digitale Transaktion, die binnen weniger Minuten per Klick abgeschlossen sei. Niemand müsse mehr an einen Bankschalter oder an einen Geldautomaten gehen. Und schlimmer noch: Gegen einen Abzug des digitalen Geldes kann sich die Bank kaum schützen. Es hilft nichts, die Bank zu schließen, so wie das bei einem Bank Run derzeit noch möglich ist.

Seit Monaten machen sich die weltweit führenden Zentralbanker tatsächlich Gedanken über eigene digitale und vom Staat gedeckte Währungen. Weidmanns Sorgen dürften deshalb nicht kleiner werden.

Wie funktionieren Bitcoins überhaupt?

Bitcoins werden ausschließlich bei Zahlungen im Internet eingesetzt. Abgesichert werden die Transaktionen dabei mittels der sogenannten Blockchain-Technologie. Bei dieser Technologie werden alle Daten dezentral gespeichert, indem die Datenbank von allen Teilnehmern des Transaktionssystems gemeinsam geführt wird. Alle Aktionen werden dort in einer Block-Kette gespeichert, womit Manipulationen verhindert werden sollen.

Eine vom Staat gedeckte Digitalwährung hätte deshalb auch Vorteile: Die Zahlungsabwicklung wäre billiger, die im Umlauf befindliche Geldmenge wäre besser kontrollierbar und Zahlungen ließen sich sehr viel einfacher nachverfolgen.

Weidmann: Bitcoins überhaupt keine Alternative zu unserem Geld

Weidmann hatte bereits 2013 vor Bitcoins gewarnt, die Kryptowährung damals aber noch als Nischenprodukt bezeichnet. „Versuchen Sie einmal, ihren Samstagseinkauf mit Bitcoins zu bezahlen“, sagte der Bundesbankpräsident in einem Interview mit der „WirtschaftsWoche“. „Bitcoins sind doch überhaupt keine Alternative zu unserem Geld.“

Vor vier Jahren hatte der Bitcoinkurs ähnlich rasant zugelegt wie in diesen Tagen. Für Weidmann war die treibende Kraft hinter der großen Nachfrage einzig und allein „die Hoffnung auf eine hohe Rendite“. Er warnte: „Was Anlagen in das Internet-Geld Bitcoin angeht, wäre ich vorsichtig: Wegen der starken Kursschwankungen und der geringen Tiefe und Intransparenz des Marktes sind diese sicherlich nicht risikoarm.“

Weidmann sollte mit seiner Einschätzung recht behalten: Wenige Monate nach diesem Interview folgte der Kursabsturz des Bitcoins auf unter 200 US-Dollar. Schuld an dem Wertverlust war damals die Insolvenz des wichtigen Bitcoin-Handelsplatzes Mt. Gox.

Von Markus Gentner/Redaktion finanzen.net

 

BTC-Kursanalyse KW 24 – nach dem Kursbeben

 

 

 

 

 

 

Quelle: Btc-Echo
Nach Erreichen eines neuen Alltime-Highs bei 2.666,46 EUR (2.985,77 USD) stürzte der Kurs über die nächsten Tage ab und steht aktuell bei 2.247,81 EUR (2.516,99 USD). 

Zusammenfassung

  • Der Kurs ist die Woche über gefallen
  • Am 12. Juni erreichte der Bitcoin-Kurs ein neues Alltime-High bei 2.666,46 EUR (2.985,77 USD).
  • Seitdem befindet sich der Kurs in einem Downtrend, welcher am 14. Juni getestet wurde und bei einem Kurswert von 2.247,81 EUR (2.516,99 USD) aktuell getestet wird.

Auch ein Bullenlauf muss mal zu einem zumindest vorläufigen Ende kommen. So hat der Bitcoin-Kurs am 12. Juni ein weiteres Mal die 3.000 US-Dollar getestet, ist jedoch danach dramatisch gefallen. Wir haben an verschiedenen Stellen diesen aktuellen Downtrend kommentiert, entsprechend brauche ich hoffentlich die diesbezüglichen Durchhalteparolen nicht mehr wiederholen. Hier schauen wir ruhig auf die Charts!

Wir sehen, dass der Kurs seit 12. Juni einem Downtrend folgt. Am 12. und 14.-15.Juni gab es zwei sehr starke Kurseinbrüche, seitdem konnte sich der Bitcoin-Kurs jedoch teilweise wiederholen. Er trat in ein eher bullishes Triangle-Pattern ein und testet aktuell den erwähnten Downtrend. Aktuell wichtigster Support ist der EMA24, der auch aktuell ein Bullish Crossing mit dem EMA48 durchführt.

Zur Prognose, ob der Downtrend durchbrochen werden kann schauen wir auf die Indikatoren:

Der MACD (zweites Panel von oben) ist inzwischen wieder positiv. Die MACD-Linie (blau) liegt leicht über dem Signal (orange), bzw. führt aktuell ein Bullish Crossing durch.

Mit 58 ist der RSI (drittes Panel von oben) eindeutig bullish.

Insgesamt sind die Anzeichen also bullish, was Hoffnung bzgl. der Resistance vom Downtrend gibt. Diese Hoffnung braucht es auch, wie an den mittel- und langfristigen Entwicklungen zu sehen ist.

Die langfristige Kursentwicklung

Betrachten wir zur weiteren Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen als erstes den 240min-Chart:

Die eingezeichnete blaue Linie ist der seit Mai eingeschlagene Uptrend – wir sehen, dass dieser durchbrochen wurde. Ebenso kann man sehen, dass sich im Juni ein Head-and-Shoulders-Pattern bildete und so letztlich ein Ende des bisherigen Downtrends ankündigte. EMA42 und EMA48 liegen zur Zeit über dem Kurs und stellen wichtige Resistances dar. Wichtiger noch: EMA42 und EMA84 führen gerade ein Bearish Crossing durch: Sollte EMA42 unter EMA84 fallen wäre das ein Zeichen für eine stabilere Lage des Kurses unterhalb der beiden gleitenden Mittelwerte.

Mehr zum Thema:  BTC-ECHO auf der Bitcoin- und Blockchain-Konferenz in Prag

Der MACD ist nach den letzten Tagen natürlich negativ, jedoch ist die MACD-Linie über das Signal gestiegen. Der RSI ist mit 47 eindeutig bearish. Mittelfristig sieht die Situation also eher bearish aus.

Betrachten wir zum Abschluss den 1D-Chart:

Hier sind als Supports der Trend seit Ende Oktober und seit Mai eingezeichnet. Wie schon zuvor gezeigt wurde ist der seit Mai verfolgte Trend durchbrochen, der seit Oktober verfolgte Trend ist jedoch noch weit, weit entfernt. Aktuell wird der EMA31 getestet – kurzfristig wurde sogar der EMA61 getestet. Beide gleitenden Mittelwerte stellen wichtige Supports dar.

Der MACD ist zwar weiterhin positiv, jedoch ist die MACD-Linie stark unter das Signal gefallen. Ebenso ist der RSI mit 51 nur noch leicht bullish.

Insgesamt sind die Aussichten eher bearish, speziell was den 240min-Chart betrifft. Ein Hoffnungsschimmer sind die im dem 60min-Chart dargestellten Entwicklungen: Wir werden sehen müssen, ob der Kurs den aktuellen Downtrend durchbrechen kann. Kurs, Trend und Indikatoren im 60min-Chart lassen jedenfalls diese positive Prognose zu. Ob das ausreicht, um die längerfristigen Entwicklungen wieder ins bullishe zu wenden kann jedoch noch nicht gesagt werden.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Deutsche Blockchain Startups gründen einen Bundesverband

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Btc-Echo
Zahlreiche Blockchain Start-Ups aus ganz Deutschland werden Ende Juni offiziell einen Bundesverband zur Vertretung ihrer Interessen gründen. Der überparteiliche Verband soll der Szene eine einheitliche Stimme in Richtung Politik geben.

Das gilt vor allem für die Regierungsbildung nach den Bundestagswahlen, bei der der Verband auf eine zukunftsgemäße Regulierung hinarbeiten wird. Florian Glatz von blockchain.lawyer wird für den Vorsitz kandidieren:

„Blockchain wird die Basistechnologie für die nächste Innovationsstufe des Internets werden und Deutschland hat eine Chance, sich durch mutige Regulierung weltweit an die Spitze zu setzen. Der Bundesverband soll dabei helfen, diese Chance zu nutzen.“

Über 50 Interessierte organisieren sich seit dem 05. Mai in einem Slack. Das erste physische Vorbereitungstreffen fand am Andang Juni in Berlin in den Räumen von DWF Germany statt. Ein weiteres vorbereitendes Meet-Up gibt es am 26. Juni. Die Gründung des Verbands und die Verabschiedung der ersten Positionen erfolgt am 29. Juni 2017 in den Räumlichkeiten des Bundestags. Zu diesem Termin sind auch Abgeordnete des deutschen Bundestages und gesellschaftliche Experten eingeladen. Auch BTC-ECHO wird hier vor Ort sein. Um eine enge Bindung des Verband an die Politik sicherzustellen, ist ein politischer Beirat mit führenden Digitalpolitikern aus jeder Partei geplant.

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Die Initiative für diesen Verband kam von Marcus Ewald, dem Bundesvorsitzenden des Jungen Wirtschaftsrats:

„Wenn Internet Neuland ist, dann ist Blockchain Brandneuland. Ohne Expertenhilfe wird jeder Regulierungsversuch echte Innovation in Deutschland ersticken. Die gibt es dann trotzdem – nur woanders. Es ist  an der Zeit, dass Deutschland wieder einen digitalen Weltmarktführer hervorbringt. Dies ist unsere Chance.“

Wer Interesse daran hat,  ebenfalls mitzuwirken, kann sich direkt an Florian Glatz, Dr. Nina-Luisa Siedler (DWF Germany) oder Marcus Ewald wenden. 

Die Unternehmen, die bisher mitwirken, sind unter anderem:
BigchainDB, Blockchain Helix, Brainbot, Chainstep, Freeelio, Gnosis, IOTA Foundation, IPDB Foundation, Jolocom, Procivis,

BTC-ECHO

Kryptowährung unter Beschuss: Cyberattacken treffen wichtige Bitcoin-Börsen

 

 

 

 

 

 

15.06.2017, 19.24 Uhr
Quelle: t3n

Vor kurzem hat die Kryptowährung Bitcoin erstmals an der Marke von 3.000 US-Dollar gekratzt. Die Rallye macht Bitcoin-Börsen aber auch zum begehrten Angriffsziel. Einige melden Cyberattacken.

Bitcoin-Hype zieht Gangster an

Um Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum/Ether ist in den vergangenen Wochen ein wahrer Goldrausch entstanden. Allein der aktuelle Platzhirsch Bitcoin erreichte am vergangenen Wochenende erstmals die Marke von 3.000 Euro – und konnte seinen Wert gegenüber dem Jahresbeginn verdreifachen. Noch steiler bergauf ging es mit Ethereum. Allerdings scheint der Hype auch Übeltäter anzuziehen. Mindestens zwei wichtige Bitcoin-Börsen haben in den vergangenen Tagen mit Cyberattacken zu kämpfen gehabt.

 

Bitfinex, die größte US-Dollar-basierte Bitcoin-Börse soll am Dienstag und Mittwoch von sogenannten DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) getroffen worden sein, wie CNBC berichtet. Zuvor soll schon die kleinere BTC-e-Plattform ähnliche Angriffe und darauf folgende Ausfälle gemeldet haben. Bei den Angriffen soll es sich aber nicht um Hacks gehandelt haben. Die Konten und Gelder der Kunden sollen nicht betroffen gewesen sein.

Attacken auf Bitcoin-Börsen zur Kursmanipulation?

Allerdings könnte es den Angreifern darum gegangen sein, den Bitcoin-Kurs zu manipulieren und von möglichen Preisunterschieden an den verschiedenen Handelsplätzen zu profitieren. Benjamin Roberts, Mitgründer und CEO des Kryptogeld-Startups Citizen Hex, warnte gegenüber CNBC aber Investoren, vorsichtig beim Handeln an den Bitcoin-Börsen zu sein. Der große Hype ziehe neben immer mehr Geld und Investoren auch Cybergangster an, die von den Roberts zufolge eher schwachen Sicherheitsvorkehrungen der Plattformen profitieren wollten.

Der Bitcoin-Kurs ist nach dem zwischenzeitlichen Hoch am Sonntag in den vergangenen Tagen um mehr als 500 US-Dollar gefallen. Aktuell notiert der Bitcoin-Kurs auf der Plattform Bitstamp bei rund 2.300 US-Dollar. Auch der Ether-Kurs und die Kurse weiterer Digitalwährungen gaben im zweistelligen Prozentbereich nach. Branchenbeobachter sprechen von Gewinnmitnahmen und Korrekturen. Allerdings sind die Kurseinbrüche wieder ein deutlicher Hinweis an potenzielle Investoren, bei den volatilen Kryptowährungen Vorsicht walten zu lassen.

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Zwei russische Blockchain-Startups möchten den Klimawandel bekämpfen

 

 

 

 

 

 

Quelle: Btc-Echo
Laut einer Pressemitteilung möchten zwei russische Startups, DAO IPCI und Chooose, die Blockchain-Technologie einsetzen, um gegen den Klimawandel anzukämpfen.

Das Startups Chooose wickelt den Kauf und Verkauf von CO2-Zertifikaten ab, während DAO IPCI eine Non-Profit Initiative zur Verhinderung des Klimawandels ist. Gegenwärtig ist der Markt des CO2-Handels noch wenig innovativ gehandhabt, obwohl mehr Transparenz und Sicherheit nötig wären, um Missbrauch und Betrug zu unterbinden.

Genau wie in anderen Branchen, kann die Blockchain in diesem Projekt dafür sorgen alle anfallenden Daten nachvollziehbar  aufzuzeichnen. Ob eine Aktie abgewickelt wird oder ein CO2-Zertifikat ist im Grunde egal, da Börsen als Intermediäre bzw. Abwicklungsstellen benötigt werden. Daher sind auch fast alle größeren Wertpapierbörsen an der Blockchain-Technologie interessiert. Richtig umgesetzt heißt das weniger Kosten, schnellere Abwicklung und mehr Einsicht für die Kunden bzw. alle Beteiligten.

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Unter anderem soll eine Beschleunigung durch Smart Contracts erreicht werden, sodass weitere Schritte im CO2-Handel automatisiert werden können. Natürlich sind dafür gemeinsame Standards notwendig, die die Startups anstoßen möchten. Schließlich braucht es gemeinsame Regeln, um die Klimaziele zu erreichen bzw. den CO2-Ausstoß unter einer gewissen Kontrolle zu halten.

BTC-ECHO

Bitcoin: 250k US- Dollar in 2020 bei Trendfortsetzung

 

 

 

 

 

 

13. Jun. 2017, 13:11 Uhr CEST

Schweiz: Millionenschwerer Fonds für Bitcoin und Ether geplant

 

 

 

 

 

 

Axel Kannenberg
Quelle: heise.de

Was in den USA bislang nicht klappte, will nun die Crypto Fund AG in der Schweiz schaffen: einen Investmentfonds, der Anlegergelder in Kryptowährungen steckt.

Das Schweizer Unternehmen Crypto Fund AG will bis Ende des Jahres einen Indexfonds auf den Markt bringen, der in fünf verschiedene Kryptowährungen investiert. Bitcoin und Ether sollen dabei jeweils 35 Prozent des Portfolios einnehmen, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Ebenfalls sollen Ripple und Litecoin an Bord sein, eine fünfte Währung ist noch offen. Derzeit liefen noch Verhandlungen mit der künftigen Depotbank in der Schweiz, mit der dortigen Finanzaufsicht Finma sei man laut Pressemitteilung auch im Gespräch.

Der Fonds soll allerdings nur professionellen Investoren offenstehen, also Banken, Pensionskassen oder Versicherungen. Das senkt die regulatorischen Hürden. Dass man auch den Hype reitet, daraus macht CEO Jan Brzezek offenbar keinen Hehl: „Die Aufmerksamkeit und Schlagzeilen zu den Kryptowährungen waren der Grund, weshalb wir mit unserem Projekt bereits jetzt die Öffentlichkeit suchten“, sagte er der Zeitung.

Die gekauften Kryptowährungen sollen dabei von der Depotbank aufbewahrt werden. 20 Millionen Franken seien bereits von Investoren zugesagt, ein Volumen von 100 Millionen Schweizer Franken (aktuell rund 92 Millionen Euro) strebe man in den ersten zwölf Monaten an. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung der vier schon ins Auge gefassten Währungen liegt zur Stunde bei 82 Milliarden Euro.

Absage für Winklevoss-Zwillinge

In den USA waren die Versuche, einen solchen Fonds an den Start zu bekommen, bislang nicht erfolgreich: Die US-Börsenaufsicht SEC hatte dem ersten Indexfonds eine Absage erteilt, der Anlegern Investitionen in das Kryptogeld an der Börse ermöglicht hätte. Das Finanzprodukt sei wegen der mangelnden Regulierung des Bitcoin-Handels zu anfällig für Manipulationen und Betrügereien, begründete die Behörde.

Die SEC-Entscheidung ist vor allem für die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss eine herbe Schlappe, die hinter dem geplanten Investmentfonds stehen und seit drei Jahren versuchten, die Aufseher zu überzeugen. Noch besteht aber Hoffnung für die Brüder: Wie die SEC im April mitteilte, gab sie dem Antrag des Börsenbetreibers Bats auf nochmalige Prüfung statt.

Shut up and take my Ether

Allerdings wartet das ökonomische Paralleluniversum Kryptogeld auch nicht darauf, bis sich der klassische Kapitalmarkt zur Party gesellen mag: Mit den sogenannten Initial Coin Offerings, kurz ICO, etabliert sich immer mehr eine eigene unregulierte Investmentform. Potente Investoren stecken dabei vor allem ihr Kryptogeld in neue Projekte. Grob gesagt handelt es sich um Crowdfundings, bei der die Projektmacher eine neue Währung zum Vorverkauf ausgeben und mit den Einnahmen ihre Entwicklungsarbeit finanzieren.

Die Kryptogeldplattform Ethereum bietet dafür sogar einen eigenen Standard namens ERC20, mit dem sich solche Währungstokens innerhalb eines Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain umsetzen lassen. Je nach Projekt kann so ein Token dann als eine Art Anteilsschein mit Stimmberechtigung dienen oder auch als Zahlungsmittel innerhalb des geplanten Dienstes.

Mit dem Spekulationsobjekt spekulieren?

Schweiz: Millionenschwerer Fonds für Bitcoin und Ethereum geplant
Verkaufserfolg mit Basic Attention Tokens. Vergrößern
Nachdem im vergangenen Jahr noch die millionenschwere Investmentgesellschaft The Dao Schiffbruch erlitt, häufen sich in diesem Jahr bislang eher die ICO-Rekordmeldungen: Vor zwei Wochen verkaufte zum Beispiel Ex-Mozilla-Chef Brendan Eich Basic Attention Tokens, die die Basis für einen neuen Marktplatz für Onlinewerbung schaffen sollen – in weniger als 30 Sekunden hatte er Ether im Wert von 35 Millionen US-Dollar zusammen. Erst am Montag wiederum sorgte das Startup Bancor für mit einem neuen Rekord für Furore, umgerechnet wurden über 150 Millionen US-Dollar eingesackt. Die Nachfrage war offenbar so groß, dass das Ethereum-Netzwerk bei der Verarbeitung von Transaktionen ins Stocken geriet.

Wird da auf Basis von Kryptogeld, das mancher Kritiker schon als pures Spekulationsobjekt sieht, gleich die nächste Megablase im Stile des „Neuen Marktes“ der späten Neunziger Jahre aufgepustet? Ethereum-Vordenker Vitalik Buterin lehnte jedenfalls erst kürzlich via Twitter Maßnahmen gegen dieses wilde Treiben ab: „Es gibt unglücklicherweise kein ‚Heilmittel‘ gegen Blasen, außer ihnen ihren Lauf zu lassen, bis sie platzen.“ (axk)

Bitcoin erhöht Transaktionsgebühren: Was bedeutet das für Startups?

 

 

 

 

 

Quelle: Btc-Echo
Welche Folgen haben die steigenden Transaktionsgebühren des Bitcoin für private Nutzer und Unternehmen?

In dieser Woche diskutierten Adam Back und Bruce Fenton über die Möglichkeit, dass sich die Gebühr für Bitcoin-Transaktionen auf 20 US-Dollar – oder sogar 100 US-Dollar – erhöhen könnte. Bedenken wir, dass die meisten Menschen solche Nachrichten bisher mit einem gewissen Grad an Unglaubwürdigkeit betrachteten.

Niemand würde bestreiten dass eine hohe Notwendigkeit für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerkes besteht. Dennoch verändern die hohen Transaktionsgebühren den Umgang mit der digitalen Währung, sowohl für private Nutzer als auch für Firmen. Die durchschnittlichen Transaktionsgebühren stiegen alleine im ersten Quartal 2017 um 155%.

Der Graph von blockchain.info gibt detaillierte Informationen über die durchschnittlichen Transaktionsgebühren der letzten Jahre.

In Anbetracht dieser Tatsache wirkt die Debatte von Back und Fenton realistischer. Solch hohe Transaktionsgebühren sind akzeptabel für Unternehmen, sofern dafür eine hohe Sicherheit und zuverlässige Transaktionen garantiert werden. Dennoch wird man sich immer gerne an die Zeiten erinnern, in denen die Transaktionsgebühren fast null entsprachen.

Durch die geringen Transaktionsgebühren konnte man auch kleine Transaktionen durchführen. Da die Übertragung sehr simpel und die Geschwindigkeit gegenüber konventionellen Institutionen weitaus schneller war, lohnte es sich zu diesem Zeitpunkt kleinere Transaktionen durchzuführen, wie zum Beispiel einen Kaffee oder ein Bier zu bestellen. Für solche Transaktionen ist das Bitcoin-Netzwerk über lange Zeit jedoch nicht ausgelegt.

Die Folgen für Startups

Es ist jedoch interessant, welche Folgen die erhöhten Transaktionsgebühren auf Startups haben, die zu einer Zeit gegründet wurden, als die Gebühren noch weit unten den aktuellen Werten waren. Stellvertretend äußerten sich zwei Unternehmerinnen zu den Folgen des Anstiegs der Gebühren.

Sheryl Carr ist CEO und Mitbegründerin von Quid Smart Vendor, einer Point-of-Sale Lösung für Händler weltweit. Sie betrachtet die hohen Transaktionsgebühren nicht als Problem, da Banken für internationale Zahlungen noch höhere Gebühren verlangen. „Viele unserer Partner arbeiten im internationalen Bereich, das war auch der Grund weswegen wir einen Währungsrechner in unser Verzeichnis integriert haben“, sagte sie.

Sie ist der Meinung, dass der Bitcoin dennoch wettbewerbsfähig ist, selbst wenn die Transaktionskosten für Bitcoins genauso hoch sein werden, wie die alternativen Möglichkeiten international Geld zu versenden. Bei aktuellen Diensten sind die Wechselraten manchmal bis zu 17% hoch.

Leider verspürt Carr eine gewisse Abneigung der Konsumenten, die Bitcoins auszugeben. Dies hält sie für ein Kernproblem.

„Aktuell sehen wir wenig Kunden, die den Bitcoin nutzen – Es hat wirklich noch keine Zugkraft. Es gibt wenige Händler, die derzeit Bitcoin akzeptieren. Dies liegt jedoch primär an der Tatsache, dass die Kunden Bitcoin nicht ausgeben möchten. Glauben Sie mir – JEDER Händler würde liebend gerne Bitcoin akzeptieren, sofern auch jemand damit bezahlen würde! Würden Sie nicht? Ich denke das Problem liegt auf der Seite der Kunden, nicht bei den Händlern.“

Bei Startups, die sich auf Mikrozahlungen spezialisiert haben, wirken sich die erhöhten Transaktionsgebühren stärker aus.

Neha Murarka ist CEO und Gründerin von smoogs.io. Das Unternehmen bietet Lösungen für Mikrozahlungen im digitalen Raum an.

„Der Anstieg der Transaktionsgebühren hat dramatische Folgen für unser Geschäftsmodell“, sagte sie.

„Ich bin mir sicher, dass einige Firmen, deren Produkte mit Bitcoin in Zusammenhang stehen, einige Herausforderungen bewältigen werden müssen. Speziell die Unternehmen, die einzig und allein Bitcoin für Zahlungen nutzen. In vielen Fällen ist es günstiger geworden eine Kreditkarte oder eine Debitkarte zu nutzen. Dieser Effekt ist noch akuter für Startups wie smoogs.io, die mit Mikrozahlungen arbeiten.”

Jedoch Murarka, sowie Carr möchten stark betonen, dass es nicht nur um die Transaktionsgebühren geht:

„Wir müssen uns jedoch daran erinnern, dass der Bitcoin nicht dafür gemacht wurde, um die Transaktionskosten zu verringern. Die innovativen und interessanten Wege Bitcoin zu nutzen stehen hierbei viel mehr im Vordergrund.“

Eine Innovation wie das Lightning Network möchte letzten Endes eine Lösung für Firmen anbieten, bei denen bereits geringe Auszahlungen durch Kryptowährung möglich sind. Dennoch gibt es andere Stimmen, die diese Vorgehensweise als fragwürdig betrachten. Ein Geschäft aufzubauen, während sich die Plattform entwickelt, vergleichen die Kritiker mit dem Bau eines Hauses auf Treibsand.

Eine Sache ist klar: Die Firmen, die hartnäckig genug sind um sich anzupassen und den klaren Vorteil von Bitcoin erkennen, werden auch in einem System mit höheren Transaktionsgebühren zu recht kommen. Sie werden beweisen, dass sie in der Lage sind solche Änderungen zu überstehen und sogar in solch einer herausfordernden Umgebung gedeihen.

BTC ECHO

Gefahr für den Dollar: US-Regierung fürchtet neue Blockchain-Technolgie

 

 

 

 

 

Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Die US-Regierung sieht in den Blockchain-Technologien für Krypto-Währungen eine Gefahr für den Dollar. Sie lotet Möglichkeiten aus, wie Transaktionen effizient überwacht werden können.

Die Regierungen weltweit zeigen ein stetig wachsendes Interesse an der Blockchain-Technologie. Auch in den USA beschäftigt sich derzeit gleich eine ganze Reihe von Ministerien und Behörden mit dem Thema. Auch das US-Außenministerium hat kürzlich eine neue Blockchain-Arbeitsgruppe gebildet und sucht nun zusätzliches Personal dafür. In einer Stellenausschreibung auf einer Webseite des Ministeriums heißt es:

„Blockchain ist die Kerntechnologie hinter Bitcoin – der digitalen Währung, die online sicher zwischen Individuen transferiert werden kann. Die Blockchain wurde erschaffen, um die Bitcoin-Aktivitäten für die Ewigkeit aufzuzeichnen. Sie ist ‚ein web-basiertes öffentliches Transaktionsregister und dazu entwickelt worden, Verfälschungen unmöglich zu machen, indem Transaktionen in einer Abfolge von verketteten digitalen Blocks gespeichert werden’.“

„Weil sie auf einzigartige Weise sicher und zugleich (öffentlich) zugänglich ist, kann die Blockchain-Technologie den Ablauf in einer Vielzahl von Sektoren verbessern.“

„Die Blockchain ist nicht nur für Bitcoin da. Und sie ist nicht nur für den privaten Sektor. Staaten und Städte auf der ganzen Welt sind dabei, diese Technologie zu nutzen, um die Arbeit der Regierung zu transformieren. Das passiert jetzt gerade. Und das Außenministerium kann es sich nicht leisten, damit zu warten, Anwendungen dieser Technologie zur Arbeit bei internationaler Entwicklung und Diplomatie zu erforschen.“

In den USA haben neben dem Außenministerium zuletzt auch das Gesundheitsministerium und das Handelsministerium Interesse am Thema Blockchain gezeigt. So hielt das Handelsministerium im Dezember eine Veranstaltung ab, um darüber zu diskutieren, wie die Technologie im Hinblick auf digitale Kopierrechte (Copyright) eingesetzt werden könnte.

Und auch die oberste Logistikbehörde der USA, die General Services Administration, wird diesen Sommer ein Blockchain-Pilotprojekt starten. Laut einem Bericht von Federal News Radio prüft die Behörde derzeit, wie es die Technologie nutzen könnte. Nach Angaben eines Verantwortlichen ist die GSA in Gesprächen mit anderen Teilen der US-Regierung sowie mit nicht benannten Privatunternehmen.

Zwar zeigen diese verschiedenen Bemühungen, dass sich die USA eingehend mit den Möglichkeiten der Blockchain-Technologie beschäftigen und darin offenbar Potentiale erkennen. Doch scheint Russland beim Thema Blockchain derzeit deutlich weiter zu sein.

So hat sich der russische Präsident Wladimir Putin Anfang des Monats mit Vitalik Buterin getroffen, dem Gründer von Ethereum, dem derzeit zweitgrößten Blockchain-Projekt weltweit hinter Bitcoin. Russlands Zentralbank hat kürzlich sogar angekündigt, eine eigene staatliche Kryptowährung zu schaffen, wie die TASS berichtet.

Daher ist es naheliegend, dass sich die Amerikaner zunächst auf den Sicherheitsaspekt konzentrieren. Die USA sind beim Thema Blockchain derzeit in erster Linie mit der Abwehr der Gefahren beschäftigt, welche die Kryptowährungen mit sich bringen. Am Donnerstag hörte die Kommission zu Terrorismus und illegaler Finanzierung des US-Abgeordnetenhauses Experten zum Thema. Diese warnten dringend vor unregulierten Bitcoin-Börsen außerhalb des Landes. „Kriminelle können anonyme Konten eröffnen oder Konten mit falschen Namen“, zitiert bitcoin.com einen der Experten.

Der Fokus der Experten lag deutlich auf den unregulierten Bitcoin-Börsen außerhalb der USA. Denn die Börsen innerhalb des Landes wie Coinbase erfüllen die staatlichen Vorgaben zur Identitätsbeschaffung ihrer Kunden sowie zur Antigeldwäsche. Käufe und Verkäufe von Bitcoins sind eindeutig zuzuordnen. Wenn Kriminelle dort zum Beispiel Bitcoins aus Erpressungen verkaufen würden, gerieten sie umgehend ins Visier der Ermittler.

In der Ankündigung zu der Anhörung am Donnerstag findet sich auch noch eine weitere mögliche Anwendung der Blockchain-Technologie, für die sich die Sicherheitsbehörden derzeit interessieren: die „Nutzung der Blockchain-Technologien, um Transaktionen aufzuzeichnen und illegale Aktivitäten aufzudecken“. Alle Bitcoin-Transaktionen werden dauerhaft in der Blockchain gespeichert. Gern würden die Sicherheitsbehörden diese Informationen noch besser für sich nutzbar machen.

Tatsächlich könnte die Vorherrschaft des Dollar in Gefahr geraten, wenn sich die Blockchain-Technologie durchsetzt. Mit dem Dollar dominieren die USA die Finanzmärkte und gewinnen auch juristischen Zugriff, etwa im Fall von Geldwäsche, Betrug oder Manipulation. Die Verfahren etwa gegen die FIFA oder gegen europäische Banken gründen auf dem Status des Dollar als Weltleitwährung. Würde der Dollar diesen Status verlieren, wäre auch die ökonomische Dominanz der USA in Frage gestellt. Diese ist heute schon nicht mehr der Inbegriff einer natürlichen Ordnung, sondern wird von den USA oft nur mit militärischen Mitteln verteidigt. 

  

US-Steuerreform: Beeinflusst sie den Bitcoin-Kurs?

 

 

 

 

 

Quelle: BTC-Echo

Regularien und staatliche Eingriffe in Kryptowährungen haben in der Vergangenheit bereits einen großen Einfluss auf den Kurs von Kryptowährungen genommen. Nachdem die Anerkennung von Bitcoin in Japan vermutlich für einen enormen Kursanstieg verantwortlich war, vermutet man nun auch bei der anstehenden US-Steuerreform eine relevante Marktbewegung.

Analysten rechnen mit einem baldigen Anstieg der Gewinnausschüttungen und Dividenden im amerikanischen Aktienmarkt. Grund dafür könnte eine Steuerreform sein, die vor allem die Unternehmenssteuern betrifft und hohe Dividendenzahlungen begünstigen würde. Mit höheren Dividendenzahlungen bewegen sich auch Kennzahlen, die für von vielen Investoren zur Beurteilung von Unternehmen bzw. Aktienmärkten herangezogen werden. Dadurch könnten Aktieninvestments wieder interessanter werden und Kryptowährungen unter Großinvestoren einen Rang ablaufen.

Kryptowährungen werden einerseits oft als Spekulationsobjekt genutzt, zu einem kleineren Teil aber auch zur Geldaufbewahrung. Da die Volatilität im Kryptowährungs-Markt wesentlich höher ist, wird er für spekulative Investments vermutlich nach wie vor besser geeignet sein. Für Investoren, die weniger spekulativ agieren, wären Investments in S&P500 Unternehmen als Tradeoff zwischen Risiko und hoher Rendite dennoch wieder interessanter.

Ganz abgesehen davon ist bei Kryptowährungen, wie bspw. auch bei Rohstoffen, keine Dividendenmöglichkeit gegeben (ohne sonstige Finanzprodukte). Wer einen Stake nicht etwa in einem Proof-of-Stake System anlegt, setzt daher ausschließlich auf Wertsteigerungen.

Durchaus bestehen also einige USP’s der beiden Anlageklassen, die sich in vielen Punkten grundsätzlich unterscheiden.

Die Steueränderungen und ihre Effekte

Genau betrachtet soll die amerikanische  “corporate income tax” auf 15% reduziert werden. Da dies eine enorme Reduzierung von 35% auf 15% bedeuten würde, sind grundsätzliche, finanzstrukturelle und strategische Änderungen der Unternehmen möglich – Darunter auch höhere Dividendenzahlungen. Die Änderungen sind zunächst nur ein Proposal, über das weiter abgestimmt werden müsste.

Allerdings, folgt man Interviews mit den Verantwortlichen, sei eine Umsetzung noch in diesem Jahr sehr wahrscheinlich.

Mehr zum Thema:  US-Regierung schreibt US$ 2,25 Mio. für Blockchain-Forschung aus

Daneben sollen weitere Änderungen erfolgen, bspw. eine Steuersenkung für aus dem Ausland stammende Gewinne. US-Unternehmen könnten dadurch im Ausland geparkte Gewinne wieder in die USA einführen und damit wiederum Gewinnausschüttungen erhöhen.

Alles zusammengenommen ist dabei letztlich die Attraktivitätssteigerung von Aktien als Anlage für die Betrachtung anderer Anlageklassen relevant, mit der man derzeit rechnet.

Der Einwand, dass Kryptowährungen dadurch im Vergleich zu US-Aktien in einer vergleichsweise schlechteren Position stehen, könnte sich grundsätzlich bewahrheiten. Dennoch sollten zwei weitere Aspekte betrachtet werden:

1) Kryptowährungen sind eine grundsätzlich andere Anlageklasse und decken bisher eher High-Risk Investments in frühen Phasen ab. Aktien des S&P 500 hingegen bilden Investments in lang bestehende oder zumindest sehr große Unternehmen ab.

2) Wie Unternehmen tatsächlich auf die steuerlichen Änderungen reagieren, ist nicht eindeutig vorhersagbar. Durch die Steuereinsparungen könnten stattdessen auch neue Investitionen getätigt oder Personalaufstockungen durchgeführt werden.

3) Die Änderungen betreffen nur US-amerikanische Unternehmen. Daher könnten Investoren ihr Portfolio stärker auf amerikanische Unternehmen umschichten. Der Aktienkurs würde damit steigen, sodass die Rendite sich letztlich wieder an ein gewisses Marktniveau angleicht.

4) Der wesentliche Einfluss wird – in Verbindung mit Punkt 3 – vor allem zum Zeitpunkt der Änderungen kommen. Haben die Investoren erst einmal ihr Portfolio umgeschichtet, wurde das eventuelle Renditepotenzial bereits abgeschöpft.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

BTC-ECHO

Papiergeld überlebt nicht“Die Zukunft gehört den Cryptocoins“

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 10. Juni 2017
Quelle: n-tv

 

Helikoptergeld, Bargeldbeschränkungen und Negativzinsen: „Wir leben in einem Experiment, das es in den vergangenen 3000 Jahren nicht gegeben hat“, sagt Finanzexperte und Autor Markus Miller. Sparer und Verbraucher bräuchten mehr Sicherheit. Und die gibt es.

n-tv.de: Digitalwährungen sind auf dem Vormarsch. 179 offiziell anerkannte Papierwährungen stehen über 800 virtuellen Währungen gegenüber. Woher rührt dieser Hype?

Markus Miller: Wer die Kaufkraft seines Geldes sichern wollte, brauchte früher nur seinen 100-D-Mark-Schein ins Schließfach legen. Heute funktioniert das nicht mehr. Schuld sind die hohen Staatsverschuldungen sowie die Anleihenkäufe und Geldmengenausweitungen der Notenbanken. Die Menschen haben einfach das Vertrauen in den Wert des Geldes verloren. Sie suchen nach Alternativen, der Exodus geht in Gold, Silber, Diamanten, Immobilien – und in Cryptocoins.

Und warum sind Kryptowährungen sicherer als Bargeld? 

Im Gegensatz zu Papiergeld basieren Kryptowährungen nicht auf Schulden. Das wachsende Vertrauen basiert auf der dahinterstehenden Technologie, der sogenannten Blockchain. Das ist ein dezentrales System, auf das kein Unternehmen und keine Notenbank Einfluss hat. Es reguliert sich selbst durch die jeweiligen Transaktionen von Angebot und Nachfrage in dieser Blockkette, die völlig transparent und einsehbar ist. Diese Technologie wird zukünftig unser gesamtes Leben in vielen Bereichen revolutionieren – nicht nur unser Geldsystem. Wahrscheinlich wird unser Geldwesen in Zukunft vollkommen digitalisiert sein. Deshalb ist es wichtig, eine ganz hohe Sicherheitsstufe zu implementieren. Blockchain erfüllt diese Voraussetzung.

Sie rechnen offenbar nicht mit großem Widerstand.

Das Vertrauen in diese Währungen und die Anwendungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wachsen. Sogar die Bundesbank und die Deutsche Börse forschen intensiv an dieser Blockkettentechnologie, um sie in Zukunft als Kassen- oder Orderbuch für Wertpapiergeschäfte zu nutzen. Auch Staaten sind an einer neuen Währung auf Basis kryptografischer Schlüssel – also mathematischer Verschlüsselungsmodelle – interessiert. Norwegen forscht an der EKrone. Japan hat den Bitcoin als offizielle Währung anerkannt. In Europa gibt es nur die Stadt Zug in der Schweiz, die Bitcoins offiziell bei Behördenangelegenheiten akzeptiert. Aber täglich kommen weitere Unternehmen dazu, die Bitcoin akzeptieren. Allerdings ist im Moment auch ein unglaublicher spekulativer Boom in diese Währungen entstanden.

Aber man weiß nicht einmal, wer hinter diesen kryptischen Geschichten steckt. Vater oder Mutter des Bitcoin ist angeblich Satoshi Nakamoto. Ist das eine Einzelperson oder eine Programmierergruppe? Da lauern doch neue Gefahren.

Ja richtig. Aber der Ursprung ist gar nicht mehr wichtig. Wer auch immer den Bitcoin erfunden hat, hat kaum mehr Einfluss auf das System. Das System hat sich dezentral entwickelt und dabei ganz unabhängig in der ganzen Welt etabliert. Nehmen Sie die Geschichte des Automobils: Es war Nicolaus Otto, der vor über hundert Jahren den Otto-Motor erfunden hat. Über die Jahre ist die Technologie immer weiter entwickelt worden durch die unterschiedlichsten Menschen und Unternehmen. Die Basis eines Autos, vier Räder, Bremse, Gas und Lenkrad sind dabei immer gleichgeblieben. Das gleiche ist mit dem Bitcoin geschehen. Die Programmierer haben einen Motor ins Internet gestellt und dieser Motor wurde weltweit weiterentwickelt auf Hundertausenden, wenn nicht gar Millionen Internet-Knotenpunkten. Genau das ist es, was die Technologie so sicher macht.

Trotzdem gibt es Betrugsfälle.

Das gab es in der Vergangenheit und vermutlich wird es das auch in Zukunft geben. Das ist richtig. Vor Jahren ging in Japan eine große Bitcoin-Plattform pleite, weil Bitcoins wie bei einem Bankraub veruntreut wurden. Das ist ein Risiko. Genau deshalb ist es sinnvoll, mehrere Handelsplattformen und unterschiedliche Konten zu nutzen.

Es gibt auch schwarze Schafe unter den Kryptowährungen: OneCoin, SwissCoin zum Beispiel gelten als unseriös. Wie kann der Laie gute von schlechten Digitalwährungen unterscheiden?

Chart

  • Bitcoin

    Bitcoin 2.753,00

Niemand kann garantieren, dass sich eine Digitalwährung durchsetzen wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch viele Digitalwährungen scheitern und auf den Wert Null fallen werden. Aber auf der Internetseite Coinmarketcap.com finden Sie Währungen, die von ihrer grundlegenden, technologischen Ausgestaltung solide konzipiert sind. OneCoin oder SwissCoin sind keine soliden kryptografischen Währungen, sie sind zentralisiert. Sie basieren auf Vertriebssystemen. Das macht einen großen Unterschied. Hinter ihnen stehen Unternehmen, die diese Währungen bewirtschaften. Gehen diese Unternehmen pleite, ist das Geld weg. Die Währungen werden mit gigantischen Provisionen von teilweise über 30 Prozent weiterempfohlen. Das sind reine Pyramidensysteme, denen fortlaufend Substanz durch Provisionsausschüttungen entzogen wird. So etwas kann nicht funktionieren.

Der Bitcoin hält Kurs auf umgerechnet 3000 Euro. Ist das noch gesund?

Das ist eine unglaubliche Entwicklung, die grundsätzlich sogar begrüßenswert ist. Je höher die Marktkapitalisierung, desto höher die Verbreitung und Akzeptanz. Splitten ist kein Thema, weil es wie beim Euro Unteranteile gibt. Die kleinste Einheit beim Bitcoin heißt Satoshi, benannt nach der Gründergruppe. Selbst wenn ein Bitcoin 20.000 Euro wert ist, ist das kein Problem, weil Sie auch etwas mit 0,00000001 Bitcoin bezahlen können.

Der Nutzen in der Praxis – zumindest hier in Deutschland – ist trotzdem nicht besonders groß.

Markus Miller ist ehemaliger Privatbanker, Finanzanalyst, Gründer des Medien- und Beratungsunternehmens Gepolitical Biz und Buchautor. Markus Miller ist ehemaliger Privatbanker, Finanzanalyst, Gründer des Medien- und Beratungsunternehmens Gepolitical Biz und Buchautor

Weil wir Deutschen ein Volk der Barzahler sind. In Skandinavien oder Kanada wird viel mehr mit Karte oder auch Handy bezahlt. In Skandinavien gibt es Kirchen, wo Sie die Kollekte oder die Strafzettel der Polizei mit Ihrem Smartphone bezahlen. Wir Deutschen sind rückständig – oder vorsichtig. In der ganzen Welt gibt es über 1250 Bitcoin-Geldautomaten. Viele davon in Österreich, viele in Tschechien, einige in Frankreich, über 60 in Großbritannien, über 800 in den USA und über 400 in Kanada. Liechtenstein hat gerade seinen ersten Automaten erhalten. Deutschland hat keinen einzigen für die Öffentlichkeit.

 

Warum?

Weil die Bundesbank und die Bafin – derzeit noch – einschreiten und es nicht gestatten. Es gibt aktuell nur drei Bitcoin-Geldautomaten zu Forschungszwecken. Ich bin sicher, bei dem Bitcoin-Boom wird es schon bald eine Bank sein, die den ersten Automaten aufstellt, vermutlich zu Marketingzwecken. Bei der Zinspolitik müssen die Finanzinstitute schauen, dass sie neue Geschäftsfelder erschließen. Blockchain und Bitcoin bieten da eine Möglichkeit.

Sie haben den Widerstand der Bafin erwähnt. Die Finanzaufseher beäugen das Paralleluniversum skeptisch. Angeblich ist digitales Geld ein perfektes Versteck für Geld des organisierten Verbrechens.

Ich halte das für einen absoluten Mythos. Für das organisierte Verbrechen sind andere Märkte interessanter. Das Geld wird zum Beispiel durch den Handel mit Kunstwerken, Immobilien oder Unternehmen gewaschen. Die Regulatoren möchten gerne bestimmte Bereiche kontrollieren, bei Banken und Vermögensverwalter ist das möglich. Aber bei Bitcoin nicht. Ich glaube, dass die Bafin, die Bundesbank, die Regierungen kryptografischen Währungen in ihre eigenen Systeme integrieren werden müssen. Warum? Damit es kein Paralleluniversum gibt, das erfolgreicher werden könnte als das eigene Geldsystem. Dann würden doch die Staaten scheitern, und genau das werden sie zu verhindern versuchen.

Wie darf man sich diese neue schöne Geldwelt vorstellen? Haben wir dann nur noch kryptisches Geld in der Tasche? Oder ein reales und ein virtuelles Portemonnaie?

Ich glaube, dass unser Geldwesen der Zukunft grundsätzlich auf kryptographischen Verschlüsselungssystemen basieren wird. Die Banken der Zukunft heißen dabei Amazon, Apple oder Alphabet (Google). Dass es daneben noch Parallelwährungen in kleineren Mengen geben wird, kann ich mir auch vorstellen. Wir haben Angst vor diesen technologischen Dingen, die in unser tägliches Leben Einzug halten, weil wir uns nicht richtig damit befassen. Aber jetzt kommen Bargeldbegrenzungen und -verbote. Der 500-Euro-Schein wird beispielsweise abgeschafft. Barzahlungsobergrenzen sinken immer weiter. Die Menschen werden damit automatisch gezwungen, sich mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen.

Sie haben ein Buch mit dem Titel „Die Welt vor dem Geldinfarkt. Wie Sie sich mit finanzieller Selbstverteidigung Ihr eigenes Fort Knox schaffen“ geschrieben. Warum so dramatisch?

Unser Geldsystem ist seit den 80er Jahren vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Es sind jede Menge neuer Finanzprodukte entstanden: Derivate, Optionen, Futures, Zertifikate und weitere rein virtuelle Finanzvehikel. Sie entsprechen nicht mehr dem realwirtschaftlichen Zweck, sondern dienen rein der Finanzmarktspekulation. Die Welt ist heute mit 225 Billionen US-Dollar verschuldet. Geld basiert auf einer Wertschöpfung durch Kreditvergaben. Je höher die Schulden, desto weniger wert ist das Papiergeld. Die Wertaufbewahrungsfunktion ist einfach nicht mehr vorhanden. Die Kaufkraft wird immer weiter abnehmen. Wir leben in einem Experiment, das es in den vergangenen 3000 Jahren noch nie gab: Negativzinsen. Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Ein Mathematiker hat 600 Papiergeldsysteme der vergangenen 1000 Jahre analysiert. Davon hat kein einziges überlebt. Deswegen: Vertrauen Sie nicht auf Regierungen und Staaten, sondern schaffen Sie sich Ihr eigenes, gedecktes Geldsystem. Das ist möglich, Sie entscheiden dabei über die Deckungsart, von Goldcoins bis Cryptocoins.

Mit Markus Miller sprach Diana Dittmer

Quelle: n-tv.de

Blockchain: Jetzt gibt es einen Prototypen für die dezentrale Päckchenlieferung

 

 

 

 

 

 

Quelle: t3n

Ein Prototyp für einen Lieferservice macht von sich reden. Er basiert auf der Blockchain-Technologie.

Warum nicht die Tatsache nutzen, dass die meisten Menschen Smartphones haben und dass dort, wo es viele Smartphones gibt, auch Paketempfänger besser bedient werden können als das ein zentrales Postsystem vermag? An dieser Idee arbeiten die amerikanischen Firmen Streamr und Passflix.

Paletliefertung Peer-to-Peer per Blockchain

 

Sie haben auf Basis der Ethereum-Blockchain einen Prototypen für einen Lieferservice vorgestellt. Streamr ist eine Cloud-Plattform zum Erstellen und Ausführen von Logik, die sofort auf neueste Daten reagiert. Daten fließen ein, werden als Service verarbeitet, und Aktionen werden ausgespuckt. Passlfix  beschäftigt sich mit Blockchaintechnologie und der Frage, ob man nicht auch ein Internet der Objekte bauen kann, so wie man ein Internet der Informationen gebaut hat.

Die Idee: Man könnte Pakete auch durch einzelne Kuriere ausliefern lassen, die nicht das große Vertrauen von beispielsweise Fedex genießen. Damit die Pakete auch ankommen und das Vertrauen in die Kuriere wächst, arbeitet das System mit einer Sicherheitskaution und einer Art Barcode, mit der die Pakete von Kurier zu Kurier weitergegeben werden können. Im Amerikanischen heißt das „executable distributed code contracts“ – kurz EDCCs.

Die Blockchain-Lieferung im Detail

Konkret funktioniert das so: Der Kurier übernimmt das Paket, zahlt dafür eine Kaution und bei pünktlicher Lieferung bekommt er die Kaution und das Geld für die Zustellung ausbezahlt. Wenn bei der Auslieferung Probleme auftreten, hat der Kurier die Möglichkeit, das Paket in ausgewiesenen Postfächern abzulegen. Diese sind mit seriellen EDCCs ausgestattet und erfassen den Empfang. Hat der Kurier das Paket an dieser Paketstation abgegeben, erhält er seine Kaution für das Paket zurückerstattet, abzüglich der anfallenden Gebühren. An dieser Stelle stellt die Postbox selbst eine Kaution anstelle eines Kuriers. Sobald der nächste Kurier das Paket übernimmt, wird die Kaution in der Postbox gelöscht. Der nächste Kurier wird wieder mit der Kaution belastet.

Der Absender verwendet eine GUI (grafische Benutzeroberfläche), um den Ort, von wo aus versandt wird, und den Zielort einzugeben und die gewünschte Lieferzeit einzustellen. Sobald der Kurier das Paket abgeholt hat, klebt er einen IoT-Sensor auf das Paket und versiegelt es mit einem manipulationssicheren Aufkleber. Wenn der Kurier beim Empfänger ankommt, bestätigt dieser den Inhalt des Pakets anhand eines Fotos, das vom Absender im GUI zur Verfügung gestellt wird.

Zusammenspiel von Ethereum-Android-App und Blockchain

Während das Paket unterwegs ist, interagiert der IoT-Sensor mit der Streamr-Plattform über Bluetooth zwischen Chip und Smartphone-App. Sobald Informationen zur Temperatur, zu GPS-Daten, zur Geschwindigkeit und zur Höhe kompiliert sind, interagiert die Ethereum-Android-App mit der Blockchain. Auf der Streamr-App stehen dem Absender, dem Kurier und dem Empfänger Visualisierungen von Metriken des IoT-Sensors zur Verfügung.

Die EDCCs, die während des Transits die Zahlungen managen, garantieren sowohl dem Absender als auch dem Empfänger Sicherheit. Denn die EDCCs geben die Kurier-Zahlung und die Sicherheitskaution nur dann frei, wenn der Empfänger die Lieferung in der Android-App anerkennt.

Pass-Tokens als Währung

Ein Reputationssystem ist an die Kautionsversicherung angebunden. Pass-Tokens werden als Währung verwendet, um Einzahlungen durch Kuriere oder öffentliche Postfächer zu verrechnen. Kuriere können nur Pakete ausliefern, die einen Inputpreis haben, der niedriger ist als die Pass-Tokens, die sie verlieren können, falls der Kunde mit der Lieferung unzufrieden ist. Wenn das Paket pünktlich und in gutem Zustand ankommt, zahlen EDCCs die volle Kaution und die Liefergebühr an den Kurier aus. Der Kurier bekommt weniger Geld, wenn den Bedingungen im EDCC zufolge das Paket verspätet oder überhitzt ausgeliefert wird. Wenn ein Paket verloren geht oder gar nicht geliefert wird, verliert der Kurier seine Kaution. Dieses System wird es neuen Benutzern ermöglichen, die Ehrbarkeit von Kurieren zu beurteilen.

Insgesamt könnten so Lieferungen in Ballungsgebieten schneller zugestellt werden und Kuriere dennoch daran verdienen. Das System erinnert ein klein wenig an Uber – nur dass statt Menschen in Taxis Waren von Kurieren, die auf eigene Rechnung handeln, transportiert werden und die Bezahlung nicht über Kreditkarte, sondern in Form von Pass-Tokens beziehungsweise Ether, der Währung von Ethereum-Blockchain, gezahlt wird.

Bitcoin und Ethereum – warum die Kurse steigen

Digitales Geld ist im Aufwind: Die Internetwährungen haben sich enorm verteuert und werden zunehmend als Zahlungsmittel akzeptiert. Auch normale Anleger können vom Boom von Bitcoin & Co. profitieren.

Von Georg Pröbstl 09:54

 

Reportage BTC Echo: Bitcoin in Europe – Teil 1 Wien | Vienna /w english subtitles

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht am 08.06.2017

Wie steht es um die Bitcoin-Akzeptanz in Europa? Welche Unternehmen gibt es und was machen sie?
Das Team der deutschsprachigen News-Plattform BTC-ECHO macht sich in diesem Teil der Reportage auf in die österreichische Hauptstadt Wien, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Immer aktuelle Bitcoin- & Blockchain-News findet ihr auf:
www.btc-echo.de

Songs:
THBD – Ocean
Joakim Karud – Say Good Night
Light Foot – Moldy Lotion

Bitcoin: Niederlande als Tor für Europa?

 

 

 

 

 

 

von  Timo EmdenMarktanalyst
Quelle: dailyfx

(DailyFX.de) Über die Zukunft der digitalen Münze in den Niederlanden wird vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2017 auf einer Konferenz in Arnhem, nahe Amsterdam debattiert. Zahlreiche Vertreter der Bitcoin- Welt sowie Entwickler werden u.a über Skalierungslösungen, Implementierungen und die Zukunft des Bitcoins im eigenen Land diskutieren.

Arnhem gilt als die weltweit Bitcoin freundlichste Stadt. Über 100 Bitcoin akzeptierende Händler lassen sich bis dato in der rund 155.000 großen Hauptstadt der Provinz Gelderland verzeichnen.

Die Beschäftigung über die Zukunft des Bitcoins könnte demnach nicht nur die Niederlande beschäftigen. Ohnehin scheint die Kryptowährung nach und nach in Europa anzukommen. Das eigentliche Spiel des Bitcoins wird bis dato nicht in Europa gespielt, sondern in Asien. Ein Anfreunden des Bitcoins in Deutschland scheiterte im vergangenen Monat, zumindest auf Bundesbank- Ebene. Dennoch scheint der Wandel fast nicht mehr aufzuhalten zu sein. Als Vorreiter gilt zwar immer noch Japan, doch ein mögliches „Nachziehen“ auf europäischer Seite in Bezug auf ein offizielles Zahlungsmittel sowie einer Erweiterung der Akzeptanz, könnte vielleicht schneller geschehen als gedacht.

 

Ausblick

Bitcoin: Niederlande als Tor für Europa?

Bitcoinchart (Tagesbasis)

Analyse geschrieben von Timo Emden, Marktanalyst von DailyFX.de