Monthly Archives: Mai 2017

Ethereum Handelsvolumen übersteigt erstmals das von Bitcoin

Das Ethereum Handelsvolumen (24h) überstieg mit erstmals das von der größten digitalen Währung Bitcoin. Mit einem Handelsvolumen von  1,383 Milliarden Euro binnen 24 Stunden, konnte Ethereum die Kryptowährung Bitcoin mit 1,386 Milliarden Euro um knapp 3 Millionen Euro toppen.

Die Vision vom echten Onlinegeld

 

 

 

 

 

 

Geld per E-Mail verschicken – wieso eigentlich nicht? Jetzt, da Bitcoins auf dem historisch höchsten Wert stehen, lohnt ein Blick in die Zukunft digitaler Währungen.

Bitcoin ist ein Zombie, einfach nicht totzukriegen. Von Journalisten, Wirtschaftsexperten, Bankern und Politikern immer wieder für gescheitert erklärt (allein diese Seite listet 130 sogenannter Bitcoin-Todesanzeigen auf), steht es aktuell besser denn je um das erste rein digitale Internetgeld. Seit Beginn des Jahres hat sich der Wert des Bitcoins mehr als verdoppelt. Wer heute einen Bitcoin kaufen möchte, muss dafür knapp 2.000 Euro bezahlen. Alle Bitcoins zusammen sind aktuell gut 35 Milliarden US-Dollar wert. Wäre Bitcoin im Dax gelistet, so stünde es mit diesen Werten auf Augenhöhe mit der Deutschen Bank.

Für ein mutmaßlich gescheitertes Experiment sind das erstaunliche Zahlen. Dass die Bundesbank angesichts einer solchen Kursentwicklung regelmäßig vor einer Spekulationsblase gewarnt hat, überrascht nicht. Es ist sogar gerechtfertigt. Historisch betrachtet ist der Bitcoin-Kurs in den vergangenen Jahren immer wieder in die Höhe geschossen, um anschließend fast genauso schnell einzubrechen. Dennoch ist der Wert von Bitcoin unterm Strich kontinuierlich gestiegen. In den vergangenen fünf Jahren immerhin um mehr als 55.000 Prozent.

Und auch das hat gute Gründe. Denn Bitcoin ist mehr als dieses mysteriöse Hackergeld, mit dem im Internet spekuliert wird, Drogen und Waffen im Darknet gedealt werden, und das Cyberkriminelle für Attacken verwenden, so wie jüngst im Falle des WannaCry-Trojaners. Bitcoin ist vielmehr eine bemerkenswerte Grundlagentechnologie, die zwei Dinge miteinander verbindet: Die nächste Evolutionsstufe des Geldes und die des Internets.

Bitcoin: Der Kurs von Bitcoin bis zum vorläufigen Hoch im Mai 2017.
Der Kurs von Bitcoin bis zum vorläufigen Hoch im Mai 2017. © Screenshot/Bitcoinaverage.com

Geld per E-Mail – Wieso eigentlich nicht?

Bitcoin – oder andere sogenannte Kryptowährungen – funktionieren rein digital. Sie werden nicht von Zentralbanken ausgegeben, sondern entstehen durch Rechenverfahren am Computer. Weil das komplex ist, kommen nur langsam neue Bitcoins hinzu, die Anzahl ist zudem begrenzt. Die meisten Nutzer kaufen sich bereits bestehende Bitcoins oder Bruchteile davon auf Börsen zum jeweils aktuellen Wechselkurs ein. Die stecken dann in ihrer persönlichen virtuellen Geldbörse auf dem Computer oder Smartphone und können, in der Hoffnung auf weitere Kursanstiege, gespart oder ausgegeben werden. Zum Beispiel bei Händlern und Dienstleistern, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.

Jede Überweisung funktioniert über den Abgleich kryptografischer Schlüssel und wird in einer sogenannten Blockchain gespeichert: Eine Art Register, das von einer Vielzahl an über das Internet verbundenen Rechnern verwaltet wird. Es lässt sich also weder hacken noch abschalten und jeder kann öffentlich sehen, wer wie viel Bitcoin wohin überträgt – ohne tatsächlich Namen zu verwenden zu müssen. Denn digitale Währungen benötigen keine Namen und physikalische Adressen.

Mehr Ethereum-Trading in China: Kurs der Bitcoin-Alternative wächst steil

 

 

 

 

 

30.05.2017, 18.48 Uhr
Quelle: t3n.de

Eine der drei größten Börsen für Kryptowährungen in China ermöglicht jetzt den Handel mit Ethereum – weitere könnten folgen. Der Kurs der Bitcoin-Alternative legt kräftig zu.

Ethereum: Große Börse in China ermöglicht Handel

Wenn es um Kryptowährungen geht, ist meist Bitcoin in aller Munde – und derzeit mit deutlich mehr als 2.000 US-Dollar auch am meisten wert. Dabei ist die Entwicklung von Ethereum und deren Kryptowährung Ether (ETH) derzeit fast noch beeindruckender, die dahinterstehende Technologie gilt als vielfältiger. Jetzt könnte auch die aktuell zweitbeliebteste Kryptowährung abheben: Huobi, eine der drei größten Börsen für Kryptowährungen in China, hat den Ethereum-Handel auf ihrer Plattform erlaubt.

Ethereum/Ether Kurs

Nach einem Kurseinbruch am Wochenende geht es mit Ethereum/Ether seit Wochenbeginn wieder steil bergauf. (Screenshot: Brave New Coin/t3n.de)

Der ETH-Handel soll offiziell am Mittwoch gestartet werden, heißt es in einer Mitteilung von Huobi. Die Ankündigung treibt derzeit den ETH-Kurs in Richtung neue Rekordhöhen. China ist nicht nur ein wichtiger Markt für Kryptowährungen – allerdings von Bitcoin dominiert. Erwartet wird, dass weitere Börsen des Landes folgen könnten und sich dadurch die Popularität von Ethereum weiter erhöht. Ebenfalls ein Wachstumstreiber könnte die Ankündigung von BTCC sein, den Handel mit der Ethereum-Variante Ethereum Classic einzuführen.

Nach dem bisherigen Hoch am vergangenen Donnerstag von gut 200 US-Dollar rutschte der ETH-Kurs über das Wochenende um 50 US-Dollar ab. Am Dienstag erreichte der Kurs einen neuen Rekordwert von knapp 217 US-Dollar. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (18:30 Uhr) notiert die Kryptowährung auf der Plattform Brave New Coin bei 204,74 US-Dollar – ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Eröffnungskurs.

Ethereum/Ether: Kurs um 2.400 Prozent gestiegen

Seit Anfang des Jahres hat Ether damit ein Plus von enormen 2.400 Prozent erreicht. Zum Vergleich: Bei Bitcoin ging seit dem 1. Januar 2017 „nur“ um 225 Prozent nach oben. Ist Ether damit automatisch das bessere Investment? Nicht unbedingt. Schließlich ist bei Ethereum/Ether – wie auch bei Bitcoin – ein weiteres starkes Wachstum ebenso möglich wie starke Einbrüche. Und: Es gibt derzeit mehr als 700 Altcoins, viele von ihnen werden in den kommenden Monaten und Jahren scheitern.

 

 

Gold und Bitcoin

 

 

 

 

 

 

 

27.05.2017  |  Prof. Dr. Thorsten Polleit
Quelle: goldseiten.de
Fiat-Geld hat Konkurrenz bekommen: Neben den Geldarten Gold und Silber scheint der Bitcoin zur zusätzlichen Alternative aufzusteigen. Am 25. Mai 2017 erreicht der Preis des Bitcoin seinen bisherigen Höchstwert: Er steigt auf mehr als 2.650 US-Dollar pro Stück. Was treibt den fulminanten Kursverlauf? Der Bitcoin ist ein Wettbewerber des staatlichen ungedeckten Papiergeldes (oder auch: Fiat-Geldes). Er soll, so die Hoffnung seiner Befürworter, sich letztlich als die bessere Geldart erweisen. Diesbezüglich hat der Bitcoin jüngst einige bedeutende Fortschritte gemacht.

In Japan wird der Bitcoin seit dem 1. April 2017 als „legales Zahlungsmittel“ anerkannt. Der Bitcoin beziehungsweise die Bitcoin-Anbieter und Finanzdienstleister sind jedoch staatlichen Auflagen unterworfen wie beispielsweise Anti-Geldwäsche-Gesetzen. Australien hat beschlossen, den Bitcoin als legales Zahlungsmittel ab dem 1. Juli 2017 zu akzeptieren. Die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC (Securites and Exchange Commission) hatte hingegen erst im März dieses Jahres den ersten börsengelisteten Bitcoin-ETF (Exchange Traded Fund) abgelehnt.

Damit deutet sich an, dass der Bitcoin auf gutem Wege ist, eine Alternative zum Fiat-Geld zu werden, zumindest was die Transaktionsfunktion des Geldes anbelangt. Damit zeigt sich ein (weiterer) Riss im staatlichen Geldproduktionsmonopol, der sich so ohne weiteres nicht wieder verschließen lässt. Das Hauptanliegen der Staaten ist daher, die Transaktionen, die in Bitcoin abgewickelt werden können, steuerlich zu diskriminieren gegenüber dem Fiat-Geld.

Beispielsweise ist in Deutschland der Verkauf des Bitcoins steuerrechtlich ein Veräußerungsgeschäft. Wenn Sie den Bitcoin für 100 Euro erworben haben und für 2.000 verkaufen, beträgt der zu versteuernde Gewinn 1.900 Euro (d. h. 2000 minus 100 Euro). Wer den Bitcoin länger als 12 Monate hält, muss keine Steuer auf den Veräußerungsgewinn zahlen. Die Veräußerungsgewinne fallen natürlich auch an, wenn mit Bitcoin etwas gekauft wird (wie beispielsweise eine Pizza).

Die steuerliche Behandlung des Bitcoins bedeutet einen Nachteil gegenüber dem Fiat-Geld, bei dem keine Steuern auf Veräußerungsgewinne anfallen (und bei dem auch keine entsprechend aufwendige Nachweispflicht entsteht). Ein großer Vorteil des Bitcoins besteht allerdings darin, dass die Bitcoin-Menge – anders als die Fiat-Geldmenge – nicht beliebig, gemäß politischer Erwägungen erhöht werden kann und dadurch das Geld seine Kaufkraft verliert.

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Quelle: Bloomberg

 

Bis der Bitcoin (oder auch andere Cybereinheiten wie Ethereum, Dash, Ripple oder Monero, um nur einige an dieser Stelle zu nennen) das Fiat-Geld ablöst, sind noch einige Herausforderungen zu meistern. Die Herausforderung ist dabei nicht so sehr, dass die Bitcoin-Menge eine maximale Obergrenze von 21 Millionen Stück hat, wie es die „Bitcoin-Blaupause“ vorsieht. Denn auch mit einer fixierten Menge kann der Bitcoin (wie übrigens jede andere Geldart auch) die Geldfunktion problemlos übernehmen.

Geld ist nämlich ein Gut „sui generis“: Es ist kein Produktions- und auch kein Konsumgut. Geld ist ein Transaktionsgut. Und das heißt, jede gerade verfügbare Geldmenge ist so gut wie jede andere gerade verfügbare Geldmenge. Eine hohe Geldmenge führt zu hohen nominalen Umsätzen, eine kleine Geldmenge zu geringen nominalen Umsätzen. In beiden Fällen kann die gleiche Gütermenge problemlos umgesetzt werden.

Die zentrale Herausforderung ist die Leistungsfähigkeit der Blockchain: gemeint ist die Fähigkeit, viele Transaktionen schnell und kostengünstig durchführen zu können. Derzeit lassen sich – technisch bedingt – maximal 7 Transaktionen pro Sekunde abwickeln. Um mit den herkömmlichen Fiat-Geld-Zahlungssystemen mithalten zu können, die zum Beispiel Kreditkartengesellschaften abwickeln, müsste die Bitcoin-Leistungsfähigkeit um 500- oder gar 1000-fach zunehmen.

Zudem ist zu bedenken, dass unter dem derzeitigen Status quo ein gewaltiges Zahlungsvolumen auf den Finanzmärkten abgewickelt wird. Man denke nur einmal an die tägliche Anzahl von Transaktionen, die bei Aktien, Anleihen und Derivativen anfallen. Die Möglichkeit, eine große Anzahl von Transaktionen durchzuführen, ist auch eine wichtige Bedingung, damit es für Aktien- oder Anleiheemittenten attraktiv wird, ihre Emissionen in Bitcoin zu denominieren.

Sollte das technisch gelingen, stünde der Bitcoin nicht nur auf Augenhöhe mit dem Fiat-Geld, er hätte dann auch gute Chancen, das Fiat-Geld zu übertrumpfen. Es stellt sich damit die Frage, welche Rolle Edelmetalle – insbesondere Gold und Silber – im Wettbewerb der Währungen zukommt. Eine Entwicklungsperspektive für Edelmetalle besteht darin, sie über die Blockchain-Technologie fungibel zu machen. Dies lässt sich beispielsweise für „Colored Bitcoins“ erreichen. Der „Colored Bitcoin“ lässt sich wie alle anderen auch im Bitcoin-Netzwerk handeln. Er verbrieft jedoch zusätzlich noch den Besitz einer Edelmetallmenge.

Im Prinzip ist es zwar schon heute möglich, physisches Gold und Silber im herkömmlichen Zahlungsverkehr einzusetzen. Das ist bislang jedoch noch nicht in nennenswertem Umfang geschehen. Der Innovationsdrang konzentriert sich vor allem auf die Cybereinheiten.

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Quelle: Thomson Financial. *Erwartete Inflation der Konsumentenpreise in 5 Jahren für die dann kommenden 5 Jahre.

 

Zudem ist zu beachten, dass die Fiat-Währungen derzeit nicht unter einem ernsten Vertrauensverlust leiden. Nach wie vor sind die Inflationserwartungen gezähmt,und es gibt daher (in diesem Stadium) keinen großen Anreiz für die Sparer und Investoren, eine Alternative zum Fiat-Geld nachzufragen. Mit anderen Worten: Die Nachfrage nach Fiat-Geld ist – auch nach den Ereignissen 2008/2009 – mehr oder weniger ungebrochen stabil geblieben.

Der nächste „Belastungstest“ kann das jedoch durchaus verändern. Die Erschütterungen der letzten Jahre waren im Kern Ausdruck einer „Kreditkrise“: Sparer und Investoren hatten Sorge, dass Schuldner ihre Zins- und Tilgungszahlungen nicht mehr leisten könnten. Eine Kreditkrise können die Zentralbanken entschärfen: Sie werfen die elektronische Notenpresse an und stellen genügend Geld bereit, damit es keine Zahlungsausfälle gibt.

Die nächste Krise wird vermutlich aber keine Kreditkrise, sondern eine Währungskrise sein: Wenn die Zentralbanken tatsächlich Zahlungsausfälle mit allen Mitteln verhindern wollen, werden sie nicht umhinkommen, immer mehr Geld in Umlauf zu bringen – und das kann zu einem Punkt führen, in dem die Sorge um den Kaufkraftverfall um sich greift. Eine Währungskrise wäre verbunden mit einem Rückgang der Fiat-Geldnachfrage.

Spätestens in einer Währungskrise – die sich in den großen Volkswirtschaften der Welt letztmalig in den frühen 1970er und 1980er Jahren gezeigt hat – wird sich auch zeigen, was sich aus Sicht der Geldhalter als verlässliche Alternativen zum Fiat-Geld erweisen wird. Der Bitcoin ist bereits auf gutem Wege, dem Fiat-Geld Konkurrenz zu machen. Das Gold steht dem nicht nach. Es hat vor allem eine Jahrtausende währende Historie, die zeigt, dass es sich bei Gold um unverwüstbares Geld handelt.

© Prof. Dr. Thorsten Polleit
Quelle: Auszug aus dem Marktreport der Degussa Goldhandel GmbH

Verrückte Währungswelt

 

 

 

 

 

 

30.05.2017,
von Thomas Klemm
Quelle: faz.net

Ein Bitcoin ist mehr wert als eine Unze Gold. Andere Internetwährungen steigen noch stärker. Ihrem Charme erliegen viele.

Es erscheint geradezu irrwitzig, was sich in der digitalen Währungswelt seit Wochen tut. Eine Zeitlang schießen die Wechselkurse für Digitalwährungen wie Bitcoin in schier unglaubliche Rekordhöhen. Sie existieren nur als verschlüsselte Zeichenfolge, werden nicht von Zentralbanken, sondern von privaten Internetnutzern geschöpft.

Thomas Klemm Folgen:

Und dann plötzlich verlieren sie mal eben 25 Prozent an Wert wie in den vergangenen beiden Tagen. Angesichts solcher Preisturbulenzen dieser Währungen, die es nur im Internet gibt, staunen selbst Experten. „Bei den sogenannten Kryptowährungen ist es sehr schwer, einen fundamentalen Wert zu definieren. Wie die Preisbildung stattfindet, ist intransparent und nicht vorhersagbar“, sagt Michael Mattern von der Beratungsgesellschaft Capco.

Die enormen Schwankungen scheinen alle Skeptiker zu bestätigen. So hat Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele unlängst vor Bitcoin als „Spekulationsobjekt“ gewarnt. Doch zeigen der florierende Handel vor allem in Asien und das rege Interesse von Investoren in aller Welt, dass sich Digitalwährungen als Zahlungsmittel und Geldanlage zunehmender Beliebtheit erfreuen. Vor allem die mit Abstand bekannteste Digitalwährung Bitcoin ist seit geraumer Zeit in aller Munde.

Deren Preis hat sich in den vergangenen zwölf Monaten vervierfacht und ist allein von Mitte März bis vorigen Donnerstag um 180 Prozent gestiegen. Bitcoin erreichte den Höchststand von 2650 Dollar und war damit mehr wert, als es eine Feinunze Gold jemals war (1909 Dollar). Deshalb ist selbst unter eingefleischten Fans von einer sich abzeichnenden Blase die Rede, ohne dass allerdings eine Alarmstimmung herrscht. „Wir bewegen uns von Blase zu Blase. Aber die Blasen werden ständig kleiner, weil sich die Coins auf mehr Hände verteilen“, sagt Oliver Flaskämper, Betreiber von Deutschlands einziger Bitcoin-Börse.

Im Schatten von Bitcoin

Im Schatten von Bitcoin gibt es noch eine ganze Reihe anderer Digitalwährungen. Sie tragen phantastische Namen wie Aragon oder Augur, Golem oder Gnosis, und auch ihre Wechselkurse sind zuletzt in ungeahnte Höhen geschossen. Warum bloß? „Immer mehr Menschen begreifen, dass in einer digitalen Welt digitale Dinge einen Wert haben“, sagt Flaskämper. Die Plattform „Coinmarketcap“ listet 840 Digitalwährungen auf, die es insgesamt auf eine Marktkapitalisierung von sage und schreibe 64 Milliarden Dollar bringen; Anfang dieses Jahres waren es noch 18 Milliarden Dollar.

 

Knapp die Hälfte des aktuellen Werts entfällt auf Bitcoin (33 Milliarden Dollar), die nächstgrößten Alternativwährungen sind Ethereum (13 Milliarden Dollar) und Ripple XRP (8 Milliarden Dollar). 25 Digitalwährungen, die oft nur Eingeweihte kennen, bringen es auf eine Marktkapitalisierung von jeweils mehr als 100 Millionen Dollar. Von einer „Goldgräberstimmung“ spricht Capco-Experte Mattern: „Jeder, der eine Kryptowährung aufsetzt, erhofft sich davon finanzielle Vorteile.“

Worin sich die meisten Digitalwährungen ähneln, ist die dahinter stehende Technologie, die Blockchain. Ansonsten sind die Unterschiede zwischen den Währungen mitunter beträchtlich. Während Bitcoin infolge der Finanzkrise 2009 von vornherein als alternatives Zahlungsmittel gedacht war, sind die nächstgrößten Währungen Ethereum und Ripple XRP eher Nebenprodukte. Ethereum ist das Zahlungsmittel für die gleichnamige Plattform, die es Firmen ermöglicht, Daten sicher zu speichern und schnell abzurufen sowie im Netz geschlossene Verträge (sogenannte smart contracts) abzuschließen.

Für die jüngste Preisrally gibt es gute Gründe

Dass immer mehr Konzerne wie Merck und JP Morgan auf Ethereum setzen, hat den Kurs der Währung in kürzester Zeit um 70 Prozent steigen lassen. Die Firma Ripple mit der Währung XRP bietet eine Datenbank, über die der gesamte Zahlungsverkehr schneller und billiger gehen soll als bisher. Weil Ripple immer mehr Banken als Kunden gewinnt, steigt auch der Kurs dieser Währung.

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Selbst für die jüngste Preisrally von Bitcoin gibt es gute Gründe. So ist die Digitalwährung seit Anfang April in Japan als offizielles Zahlungsmittel zugelassen. Was zur Folge hat, dass immer mehr Händler Bitcoin akzeptieren und immer mehr Kunden damit bezahlen. Auch Russland, das bisher den Handel mit Digitalwährungen unter Strafe gestellt hat, will einen regulierten Handel künftig ermöglichen.

Ein Rückschlag droht ausgerechnet aus dem Innern der Bitcoin-Gemeinde. Mächtige Firmen wollen die bisher festgelegte Rechenleistung erweitern, damit Überweisungen künftig wieder so schnell vonstatten gehen wie früher, als die Nachfrage noch nicht so groß war. Sollte sich die Bitcoin-Welt entzweien, droht der nächste Kursabsturz. „Wer nicht damit leben kann, dass eine Digitalwährung auch mal über Nacht 30 Prozent nach unten geht, sollte die Finger davon lassen“, sagt Flaskämper. Diese Nacht wird kommen, früher oder später.

 

 

 

 

Warum Bitcoins so verlockend sind

Astrid Dörner
Datum: 29.05.2017 20:28 Uhr
Quelle: handelsblatt.com

 

 

 

 

Kurssprünge von 2000 Prozent? Riesenpotenzial? Der Hype um digitale Währungen hat auch Handelsblatt-Redakteurin Astrid Dörner gepackt. Doch wie kauft man eigentlich Bitcoins und Ether? Und wo lauern die Risiken?

Bitcoins auf Höhenflug / Bild vom Originaltest verändert

Ich gebe zu, ich bin im Rausch.

Ich gebe zu: Dies ist keine rationale Entscheidung. Ich bin im Rausch des digitalen Geldes. Es ist einfach zu verlockend. Hätte ich vor sieben Jahren für 100 Dollar Bitcoins gekauft, wären sie heute 72,9 Millionen Dollar wert. 72,9 Millionen! Da kann noch nicht mal die Aktie von Warren Buffetts Berkshire Hathaway mithalten. Und hätte ich im Januar für 100 Dollar Ether gekauft, hätte ich sie heute gegen 2375 Dollar eintauschen können. Es ist verrückt.

Rund 700 sogenannter Krypto-Währungen gibt es derzeit. Bitcoin ist die bekannteste, Ether der neue aufstrebende Star in der Welt des digitalen Geldes. Was die Kurse treibt, weiß ich nicht. Auch nicht, wie das mit den Krypto-Währungen und der zugrunde liegenden Blockchain-Technologie genau funktioniert. Es ist mir egal. Ich stelle mir eine einfache Frage. Was würde mich mehr ärgern: Einzusteigen und möglicherweise Geld zu verlieren oder nicht einzusteigen und zusehen, wie andere Leute möglicherweise sehr schnell sehr reich werden. Ich will einsteigen, Bitcoin und Ether kaufen – in überschaubaren Summen, natürlich. Und doch so, dass es sich lohnt, falls die Kurse noch einmal um tausende Prozent nach oben schießen sollten.

Doch der Einstieg in die Welt der Krypto-Währungen erfordert Hartnäckigkeit, Geduld, und einiges an Recherche. Und statt satter Rendite gab es in den ersten Tagen gleich fette Verluste. Ein Erfahrungsbericht in vier Phasen.

Phase eins: Error

Wo kauft man eigentlich Bitcoins? Ich frage einen Freund aus den USA. Er schickt mich zu Coinbase. Das ist die weltgrößte Handelsplattform für Krypto-Währungen. Größe ist ein gutes Argument. Ich erinnere mich vage, dass Bitcoin-Börsen schon Pleite gegangen sind. Warum nicht beim Marktführer starten? Doch schon gleich der erste Dämpfer: „Error 520. Web Server is returning an unknown error“, heißt es dort. Auch auf Twitter beschweren sich Kunden, dass sie „schon wieder“ nicht auf ihr Konto zugreifen können, weil die Seite nicht erreichbar ist. Vielleicht doch eine andere Börse?

Eine schnelle Google-Suche führt mich zu der Handelsplattform Kraken, Sitz im Silicon Valley, seriös wirkende Webseite. Zweiter Versuch. Es klappt! Ich kann mich anmelden. Dann der nächste Dämpfer. Geburtsdatum, Wohnort und Telefonnummer müssen verifiziert werden, bevor ich auch nur irgendeine Währung kaufen kann, heißt es unter dem Menü-Punkt „Get Verified“. Und das kann bis zu 48 Stunden dauern. Uff. So lange will ich nicht warten. Der Kurs von Bitcoin und Ether steigt und steigt. Ich will jetzt kaufen. Sofort. Gibt es nicht auch eine Börse in Deutschland? Gibt es. Bitcoin.de „Bitcoin-Marktplatz Made in Germany“, heißt der Slogan. Klingt gut. Doch auch da: Error. Die Seite ist nicht erreichbar. Mir reicht’s für heute.

Notenbanker gegen Bitcoin: „Die Kontrolle bleibt bei uns“

Quelle: Kurier.at

Foto: APA OeNB-Gouverneur Ewald Nowotn

Die internationalen Notenbanken wollen die Digitalisierung nicht „Fremden“ überlassen. Sie prüfen selbst die Einführung digitaler Währungen.

Wer das Wort „Bitcoin“ in Notenbanker-Kreisen ausspricht, erntet umgehend Ablehnung. „Das ist keine Währung, das ist ein Spekulationsobjekt“, heißt es unter Hinweis auf die enormen Kursschwankungen von Bitcoins. Nur „Verzweifelte, die mit echtem Geld wenig zu tun haben wollten“, würden zu Bitcoins greifen. Denn dieses System sei unkontrolliert und intransparent.

Die virtuelle Währungskonkurrenz lässt die Notenbanken aber nicht kalt. Weltweit erforschen sie den Einsatz neuer Technologien für den Zahlungsverkehr. Grund: „Die Kontrolle bleibt bei uns“, so die Ansage der Notenbanker. „Es soll ein von Notenbanken und dem öffentlichen Sektor kontrolliertes System sein und nicht ein völlig unkontrolliertes wie Bitcoin“, führt der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, am Rande der Volkswirtschaftlichen Tagung der OeNB aus. Bis eine digitale Währung von Notenbanken eingeführt werden könne, würden aber noch Jahre vergehen. Denn dafür sei eine Fülle von Regulierungen notwendig.

Ende des Bargelds?

Dass digitale Währungen Bargeld völlig verdrängen könnten, glaubt Nowotny nicht. „Wir erwarten nicht, dass Bargeld ersetzt wird. Es geht nur um eine Ergänzung“, versucht der OeNB-Gouverneur Ängste von vielen Menschen, die Bargeld nicht missen wollen, zu zerstreuen.

Bevor die Zentralbanken selbst digitale Währungen ausgeben, müssten auch noch viele Sicherheitsfragen geprüft werden. Es gehe um Fragen wie: „Wer kontrolliert den Rechner“, betonte OeNB-Vizegouverneur Andreas Ittner. Solange Rechner in China oder Venezuela stünden, weil dort der Strom billig sei, blieben Notenbanker gegenüber virtuellen Währungen skeptisch. Bitcoin soll für seine Rechner so viel Strom verbrauchen wie Irland im ganzen Jahr. Vor wenigen Wochen bekam Bitcoin sogar den Geruch einer Erpresserwährung, als Hacker nach groß angelegten Cyber-Attacken von ihren Opfern Bitcoins verlangten.

Ein Notenbank-kontrolliertes virtuelles Währungssystem sollte solche Auswüchse verhindern. Am weitesten fortgeschritten in den Vorarbeiten für digitale Währungen ist die Bank of England. Sie hat schon 2004 einen ersten Versuch gestartet, der allerdings nicht erfolgreich war. Nun wird an umfangreichen Studien und an Testläufen gearbeitet.

Wichtig sei die Planung des Übergangs zur virtuellen Währung. Das Risiko für „einen Schock im Finanzsystem“ sei in dieser Phase hoch.

(kurier) Erstellt am

Buchvorstellung: Investieren in Kryptowährungen

BTC-ECHO stellt das neue Buch “Investieren in Kryptowährungen: Dein Weg zum erfolgreichen Blockchain-Investment” vor. Ein Leitfaden für jeden, der in digitalen Währungen, ICO’s oder Blockchain-Technologien investieren möchte.

Worum geht es in dem Buch?

Mit der Blockchain-Technologie entstehen Investmentmöglichkeiten in einen schon heute milliardenschweren Markt – den Markt für Kryptowährungen. Dieses Buch bietet einen umfassenden Einstieg für all jene, die in Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen investieren wollen.

Wie funktionieren digitale Währungen und wie kann man in sie investieren? Was ist bei einem ICO zu beachten? Und wie lässt sich mit dem Mining digitaler Währungen Geld verdienen? Auf diese und viele weitere Fragen rund um die neue Anlageklasse der Kryptowährungen gibt dieses Buch eine Antwort.

Neben einer chancenorientierten Bewertung unterschiedlicher Investitionsmöglichkeiten und Anlagestrategien umfasst das Buch zudem eine differenzierte Betrachtung der verbundenen Risiken und macht sie fit für ihre Investition in Kryptowährungen – ein Muss für jeden zukunftsgewandten Investor.

Investieren in Kryptowährungen ist ab sofort als eBook (6,49 EUR) und Taschenbuch (12,90 EUR) auf Amazon erhältlich.

    • Dr. Philipp Giese, Sven Wagenknecht, Danny de Boer, Maximilian Kops, Mark Preuss
    • CreateSpace Independent Publishing Platform
    • Taschenbuch: 134 Seiten

4 Gründe, warum du “Erfolgreich investieren in Kryptowährungen” lesen solltest

      1. Krypto-Investments bergen große Gefahren – das Buch möchte über Risiken aufklären.
      2. Investitionen sind kein Spiel – Jeder erfolgreiche Investor ist und bleibt ein Lerner, der seine Fähigkeiten erweitert. Du solltest wissen, womit du handelst.
      3. Falls du bereits Trading-Wissen hast, werden wir dir den Einstieg in Kryptowährungen zeigen. Falls du bereits Erfahrungen mit Kryptowährungen, aber nicht mit Investments hast, zeigen wir dir, wie du dein Wissen praktisch anwendest und anhand diverser Investitionsmodellen die richtigen Entscheidungen triffst.
      4. Wir versprechen dir keine Millionärskarriere in 14 Tagen, sondern möchten sachlich über dieses ernste Thema aufklären.

Warum heutzutage denn noch ein Buch?

Wir glauben, dass es gerade im Thema der Investments wichtig ist, einen ganzheitlichen Überblick zu erhalten – Gefährliches Halbwissen sollte vermieden werden. Deshalb möchten wir unser Buch gleichzeitig auch als Kompendium verstehen, nach dessen Lesen man einen Gesamtüberblick über Investitionsfragestellungen hat, die speziell im Thema der Kryptowährungen auftauchen.

Nichtsdestotrotz findet ihr auch auf btc-echo.de kostenlosen Content über Investments in einzelnen Beiträgen. Wir legen dir zum Einstieg zum Beispiel unsere Serie “Krypto-Investments” nahe, die auf einige wichtige Punkte eingeht, aber sich vom Umfang selbstverständlich nicht mit dem Buch messen lässt.

Feedback zum Buch?

Feedback ist wichtig und wir schätzen eure Meinung! Du hast Verbesserungsvorschläge? Lass sie uns bitte wissen und schreibe uns eine Mail an:

info(at)btc-echo.de

Du hilfst damit zum einen uns, aber vor allem auch zukünftigen Lesern, die davon profitieren.

BTC-ECHO

Der Bitcoin rollt… am Alltag der Menschen vorbei

 

29.05.2017, 10:42 Uhr
Quelle: internetworld.de

Aktuell herrscht wieder einmal Bitcoin-Begeisterung: Die Digitalwährung knackte erstmals die Marke von 2.000 US-Dollar. Ist der Bitcoin wirklich nur ein „Spekulationsobjekt“, dessen Wert sich rapide verändert?

„Warum nicht gleich in Schweinehälften“, schrieb ein Leser ins Kommentarforum von „t3n“. Das Online-Magazin mit Sitz in Hannover hatte kurz zuvor mitgeteilt, als erster deutscher Arbeitgeber seine Mitarbeiter zum Teil in Bitcoins auszahlen zu wollen. Keine große Summe, lediglich so viel, dass man es sich einmal im Monat in einem ausgewählten Café oder Burger-Laden gut gehen lassen konnte.

Im Vergleich zum Handel mit Schweinehälften, der schon seit ewigen Zeiten an den Börsen stattfindet, gehört der Bitcoin eher zu den jüngeren Markttrends. 2008 erlebte die Kryptowährung ihre Geburtsstunde, zwei Jahre später soll der erste Handel damit stattgefunden haben. Angeblich hat ein Programmierer damals 10.000 Bitcoins gegen zwei Pizzen getauscht.

Nimmt man den aktuellen Wert, so wären das heute über 20 Millionen US-Dollar. Denn am vergangenen Wochenende ist der Bitcoin erstmals über die Marke von 2.000 US-Dollar gesprungen. Zum Vergleich: Eine Feinunze Gold kostete zuletzt rund 1.250 Dollar. Dass hiermit noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, glauben viele. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die vor den starken Schwankungen und der Gefahr eines Einbruchs warnen – in Deutschland nicht zuletzt die Bundesbank.

Offizielles Zahlungsmittel

Als Gründe für den Anstieg werden derzeit vornehmlich Japan und die US-amerikanische Börsenaufsicht ins Feld geführt. Während die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt den Bitcoin Anfang April zu einem offiziellen Zahlungsmittel erklärt hat, steht die SEC womöglich kurz davor, erstmals einen auf Bitcoins basierenden Indexfonds zuzulassen. Es ist bereits der zweite Anlauf der Winklevoss-Zwillinge, die ihre Prominenz hauptsächlich durch die Behauptung erlangten, die eigentlichen Erfinder von Facebook zu sein. Noch im März hatte die Börsenaufsicht ihrem Fonds eine Absage erteilt. Nun ist die Hoffnung in der Kryptogemeinde groß, endlich den lang ersehnten Durchbruch zu schaffen.

Dass dieser bislang ausgeblieben ist, zeigt der enttäuschende Ausgang des t3n-Experiments, das vor gut einem Jahr angelaufen war. Trotz der enormen Kursgewinne mussten die Bitcoin-Zahlungen jüngst eingestellt werden. Der mobile Bezahldienst pey.de, über den die Mitarbeiter einen Teil ihres Gehalts in Bitcoins bekamen, hat den entsprechenden Service mangels Nachfrage aufgegeben.

Gern hätten sie weitergemacht, erzählt der Gründer und Geschäftsführer von t3n, Andreas Lenz. Die Mitarbeiter seien sehr zufrieden gewesen, der Bitcoin in den Pausen immer ein gutes Gesprächsthema. Allein ihre Vorreiterschaft wurde ihnen zum Verhängnis.

Drei Jahre zu früh

„Ihr seid drei Jahre zu früh dran“, erinnert sich Lenz an die Worte eines der pey.de-Chefs. Es gebe einfach noch nicht genug „Freaks“ wie ihn, die sich damit auseinandersetzten. Der klassische Unternehmer – ein Malermeister oder ein Tischler etwa – interessiere sich „nicht die Bohne für eine Bitcoin-Schenkung an seine Mitarbeiter, weil er gar nicht checkt, was das ist.“ Lenz dagegen wollte, dass seine Mitarbeiter von Anfang an checken, worum es bei dem Krypto-Hype geht. „Für mich ist das, was da passiert, krasser als der Goldrausch“, sagt er.

Was den Bitcoin von einer klassischen Währung unterscheidet? Es gibt keine staatlichen Kontrolle. Auch braucht es keine Banken. Das macht die ganze Sache so günstig. Während man für eine Auslandsüberweisung über ein traditionelles Kreditinstitut schnell einen zweistelligen Euro-Betrag zahlt, ist die Gebühr für eine Bitcoin-Transaktion verschwindend gering. Meist liegt sie bei 0,0000001 Bitcoins, also nicht einmal einem Cent. Zudem dauert die Transaktion nur Sekunden, ganz egal wie groß die geografische Distanz zweier Konten zueinander ist.

Trotz all der Vorteile finden sich in Deutschland laut dem Branchenportal „btc-echo“ bislang nur etwas über hundert Unternehmen, die den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. In Österreich und der Schweiz sind es zusammengerechnet knapp zwanzig Firmen. Fragt man bei den Anbietern nach, wie oft es vorkommt, dass ein Kunde mit virtuellem Geld bezahlt, so erhält man häufig die gleiche Antwort: Kaum.

„Kein geeignetes Medium“ um Werte aufzubewahren

Bei Keycoon etwa, einem Frankfurter Online Shop für 3D-Drucker-Zubehör, passiere das in nicht einmal einem Prozent aller Fälle, berichtet Geschäftsführer Deniz Isik. Wenig anders sieht es bei 4electric aus, einem Zulieferer von Ladezubehör für Elektroautos, ebenfalls aus Frankfurt. Auch hier habe man sich vielmehr aus Überzeugung für den Bitcoin entschieden, heißt es vom Inhaber. Bei der Fotografin Katrin Probst war es der Ehemann, der die Idee hatte, Bitcoins als Zahlungsoption anzubieten. „Er ist ein Nerd“, erzählt sie augenzwinkernd. Bisher habe aber noch niemand von der Zahlungsmöglichkeit Gebrauch gemacht. „Vielleicht ist das bei mir die falsche Zielgruppe.“

Vielleicht ist es aber auch die kollektive Angst vor der starken Volatilität, die mit der Angreifbarkeit digitaler Währungen einhergeht. Tatsächlich gab es seit 2014 mehrere markante Einbrüche, meistens als Folge von Hackerangriffen auf große Krypto-Tauschbörsen, wie MtGox oder BitFinex. Erst vor ein paar Tagen hatte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele seine Warnung wiederholt, der Bitcoin sei „kein geeignetes Medium“ um Werte aufzubewahren. Vielmehr handele es sich hierbei um ein „Spekulationsobjekt“, dessen Wert sich rapide verändere.

Wer die aktuellen Bitcoin-Werte möchte, kann auf realtimebitcoin.info/ Informationen in Echtzeit einsehen.

Autor(in) dpa

Die Bitcoin-Rally könnte erst der Anfang sein

 

 

 

 

 

 

29.05.2017 14:00
Quelle: finanzen.net

Im Windschatten des Bitcoin legen auch andere Kryptowährungen kräftig zu. Warum die Rally gerade erst begonnen hat.

Die Digitalwährung Bitcoin schreibt Devisengeschichte. Nicht nur, dass sie den Wert einer Feinunze Gold quasi im Vorbeigehen übertroffen hat – seit Wochen markiert die Kryptowährung ein Rekordhoch nach dem anderen. Auch in der vergangenen Woche wurde ein neuer Höchststand erreicht: Bis auf 2.760,89 Dollar ging es nach oben. Und die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sprechen dafür, dass die Rally ihr Ende noch lange nicht gefunden hat.

Auch andere Kryptowährungen gefragt wie nie

Im Windschatten der bekanntesten digitalen Währung sind auch andere Kryptowährungen in den Blickpunkt der Anleger gerückt und haben teils beeindruckende Kursanstiege verzeichnet. Für Ethereum ging es bis auf 213,60 US-Dollar nach oben. In einem Jahr hat die Währung damit satte 1.300 Prozent zugelegt. Auch Litecoin hat im Mai bei 35,92 US-Dollar ein neues Allzeithoch markiert – plus 422 Prozent in 12 Monaten. Auch für weniger bekannte Vertreter im Digitalwährungssektor – Ripple, NEM, Dash oder Monero – ging es teils kräftig aufwärts.

Wunsch nach Anonymität trifft Nerv der Zeit

Dabei dürfte es insbesondere der Wunsch nach Anonymität sein, der Anleger bei Kryptowährungen aktuell in einen wahren Kaufrausch verfallen lässt. Digitale Zahlungssysteme ermöglichen es, die Banken komplett außen vor zu lassen. Staatliche Kontrolle gibt es ebenso nicht, was Digitalwährungen insbesondere in Asien attraktiv macht, wo Anleger auf diesem Weg Kapitalverkehrskontrollen umgehen. Kryptowährungen ermöglichen zudem eine höhere Flexibilität und erhöhen das Tempo beim Traden, denn es gibt weder regulatorische noch bürokratische Hürden, auf die Anleger beim Kauf- oder Verkauf Rücksicht nehmen müssten.

Rally nicht verpassen

Dass der Hype um Kryptowährungen noch nicht vor dem Ende steht, dürfte auch in der Tatsache begründet liegen, dass viele Anleger erst jetzt auf den Zug aufspringen. Die Nachfrage ist unverändert hoch – wer an der Bitcoin-Rally teilhaben will, muss allerdings inzwischen einiges an Geld in die Hand nehmen. Entsprechend sind Investoren auf der Suche nach Alternativen – und haben die deutlich günstigeren Bitcoin-Konkurrenzwährungen Ethereum & Co. ins Visier genommen.

Auf der Suche nach einem sicheren Hafen

Einen weiteren Grund für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Bitcoin & Co. dürfte die US-Politik liefern. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump haben die Aktienmärkte kräftig zugelegt und dabei insbesondere von der Hoffnung auf die Umsetzung der Trumpschen Wahlversprechen profitiert. Inzwischen werden die Anleger dünnhäutig, es mehren sich Zweifel, dass die von der US-Regierung geplanten Infrastruktur- und Steuersenkungsprogramme tatsächlich so umgesetzt werden, wie versprochen. Die Flucht in andere Anlageklassen ist daher für viele Anleger eine Option. Während Gold jahrelang als Krisenwährung galt, hat sich das Interesse vieler Börsenteilnehmer nun in Richtung Kryptowährungen verschoben. Schließlich bieten diese im Vergleich zu Gold einige Vorteile: Durch ihre rein digitale Existenz werden Lagerkosten vermieden, zudem sind die Ressourcen nicht natürlich begrenzt.

Blockchain ist Teil der Zukunft

Fest steht zudem: Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Und auch die Blockchain-Technologie, die Architektur, auf der Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. basieren, wird wohl ein fester Bestandteil des technologischen Fortschritts bleiben. Die Frage ist, ob und wann Regulierungsbehörden an die Tür klopfen, denn aktuell macht die Technologie zentrale Instanzen und Kontrollen überflüssig. Sollte allerdings der seit geraumer Zeit diskutierte „Bitcoin-Fonds“ doch genehmigt werden, wird ein gewisses Maß an Regulierung nicht ausbleiben. Ein entsprechendes Produkt dürfte zudem recht schnell Nachahmer finden – es ist zu erwarten, dass eine Reihe von Kryptowährungen durch börsengehandelte Produkte eine breitere Akzeptanz unter Anlegern finden und den Marktzugang für Viele erleichtern. Dann strömt frisches Geld in den Markt – und dürfte die Rally weiter nähren.

Redaktion finanzen.net

Nowotny vergleicht Bitcoin mit der Tulpenblase



Quelle: diepresse.com
Die Cryptowährung Bitcoin sei „nicht ungefährlich“, so OeNB-Chef Ewald Nowotny. Die Notenbanken arbeiten aber schon an offiziellen Digitalwährungen.

Ewald Nowotny – REUTERS

Nationalbankchef Ewald Nowotny hat am Montag seine Kritik an der Cryptowährung Bitcoin bekräftigt. Bitcoin sei „nicht ungefährlich, weil es zu einer Bubble kommen kann“, so Nowotny. Das könnte sogar zu einer „Verunsicherung des gesamten Geldsystems führen, obwohl Bitcoin damit gar nichts zu tun hat“, sagte Nowotny am Rande der Volkswirtschaftlichen Tagung der Nationalbank in Wien. „Psychologisch ist das ein bisschen wie die Tulpenblase in den Niederlanden“, so Nowotny, der Paralellen zwischen der Bitcoin-Begeisterung und dieser ersten großen Spekulationsblase überhaupt sieht.

Tatsächlich beschäftigen sich die Notenbanken inzwischen sehr intensiv mit dem Thema Bitcoin und der dahinter liegenden Technologie Blockchain. Nowotny bekräftigte auch seine Kritik an der „Intransparenz“ von Bitcoin. Langsam zeichnet sich auch ab, wie die Notenbanken mit dem Thema umgehen wollen. So planen mehrere Zentralbanken schon ihre eigenen digitalen Währungen auf Blockchain-Basis, etwa die Bank of England oder einige asiatische Notenbanken. Im Unterschied zu Bitcoin soll das Vertrauen in diese Währungen nicht durch energieintensive Computerarbeiten gewährleistet werden, sondern durch das bereits vorhandene Vertrauen in die bestehenden Institutionen der Notenbanken.

„Eine relevante Ergänzung“

Derartige digitale Währungen seien zwar „kein Ersatz für Bargeld“, so Nowotny. „Aber es kann sein, dass das eine relevate Ergänzung ist. Ein von Notenbanken und dem öffentlichen Sektor kontrolliertes System, wie es etwa Bitcoin nicht ist.“

Die Notenbanken würden sehr langfristig planen, so Nowotny. Daher müsse man sich auch mit neuen technologischen Entwicklungen beschäftigen. Es sei aber noch ein weiter Weg bis zu etwaigen offiziellen digitalen Währungen, hinter denen die Notenbanken stehen. „Es braucht eine Fülle von rechtlichen Regelungen. Man kann jetzt noch nicht sagen, wann das zum Einsatz kommt.“

Oraclize: digitale Staatsbürgerschaft & Ethereum-Wallet

 

 

 

 

 

 

 

Rally, Einbruch und sofortige Erholung: Wie tickt der Markt der Kryptowährungen?

 

 

 

 

 

 

Coinbase: Run auf Bitcoin und Ether legt weltgrößte Handelsplattform lahm

26.05.2017, 22.15 Uhr
Quelle: t3n.de

Der aktuelle Boom bei digitalen Währungen wie Bitcoin oder Ether hat für einen Ansturm auf die entsprechenden Börsen gesorgt. Die größte, Coinbase, ging am Donnerstag kurzzeitig vom Netz.

 

Bitcoin-Nachfrage lässt Coinbase taumeln

Erst am vergangenen Samstag hatte der Bitcoin-Kurs erstmals die Marke von 2.000 US-Dollar geknackt. In den Tagen danach ging es weiter rasant bergauf, am Donnerstag wurden zeitweise bis zu 2.800 US-Dollar pro Bitcoin gezahlt. Fast noch beeindruckender ist die Entwicklung von Ethereum/Ether. Die riesige Nachfrage nach den digitalen Währungen setzte auch die Handelsplattformen unter Druck – die größte von ihnen, Coinbase, war am Donnerstag für Stunden unerreichbar, wie Techcrunch berichtet.

Coinbase: Bitcoin, Ethereum und Litecoin auf Höhenflug. (Screenshot: Coinbase/t3n.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Ausfall waren laut den Betreibern der Börse „beispiellose Handels- und Traffic-Zahlen“ verantwortlich. Auch in den Tagen zuvor hatten Nutzer wiederholt kurze Ausfallzeiten moniert. In der vergangenen Woche habe sich die Marktkapitalisierung der digitalen Währungen um rund 50 Prozent auf 91 Milliarden US-Dollar erhöht, erklärten die Coinbase-Betreiber gegenüber Techcrunch. Als Folge habe es ungewohnt hohe Trafficzahlen und Handelsvolumen gegeben.

Coinbase: Investition von Banken und Börsen

Am Freitag hat sich der Handel auf der Plattform wieder stabilisiert. Es kommt nur noch zu kleineren Ausfällen und Problemen mit einigen Coinbase-Diensten, wie es in dem Statusbericht auf der Plattform heißt. Das 2012 gegründete Coinbase hatte in einer Finanzierungsrunde im Januar 2015 rund 75 Millionen US-Dollar von Draper Fisher Jurvetson, der New Yorker Börse und mehreren Banken eingenommen. Zu diesem Zeitpunkt war das die erste größere Investition von traditionellen Finanzunternehmen in ein Unternehmen, das im Bereich Kryptowährungen aktiv war. Bis heute hat Coinboise laut Techcrunch 117 Millionen US-Dollar eingesammelt.

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Expertenmeinung zum Bitcoin (500.000 – 1.000.000 $)

 

 

 

 

 

 

Experten sprechen davon dass Bitcoin auf

500.000 – 1.000.000 $ steigen wird.